Bis zu 25'000 Kunden fahren nach Weil zum Einkaufen

Im Rheincenter im Deutschen Weil am Rhein rechnet Centermanager Günther Merz mit besonders vielen Kundinnen und Kunden aus der Schweiz. Grund dafür sei der schwache Euro und die Tramextrafahrten.

Autoschlange am Grenzübergang zu Deutschland

Bildlegende: Mit dem Auto oder dem Tram: Am Samstag hörte man in Weiler Geschäften noch mehr Baseldeutsch als sonst schon. Keystone

Das Rheincenter im deutschen Weil am Rhein hat sich für den Ansturm der Schweizer Kundschaft gerüstet. Man habe mehr Waren eingekauft und mehr Personal organisiert für Samstag, sagt Centermanager Günther Merz. «Einkaufen in Deutschland lohnte sich auch bisher für Schweizer Kunden», so Merz. «Mit dem schwachen Eurokurs bekommt man jetzt aber gleich nochmals 20 Prozent Rabatt.» Am ersten Samstag, nachdem die Schweizerische Nationalbank den Mindestkurs aufgehoben hat, rechnet Merz mit bis zu 25'000 Personen, die meisten von ihnen aus der Schweiz.

Die meisten haben Waren des täglichen Gebrauchs eingekauft. Viele hätten aber auch sofort das Reisebüro aufgesucht, erzählt Merz. Die Inhaberin des Reisbüros Betting gibt denn auch an, alle Hände voll zu tun zu haben, ohne eine Pause machen zu können. Viele Kundinnen und Kunden hätten am Samstag ihre Reise nicht nur gebucht, sondern auch gleich bezahlt. «Man weiss ja nie, wie sich der Wechselkurs entwickelt», sagt Iris Betting.

BVB ist zufrieden

Mit einem Ansturm rechneten auch die Basler Verkehrsbetriebe (BVB). Sie haben deshalb am Samstag besonders viele Trams nach Deutschland eingesetzt. Die Taktverdichtung sei nötig gewesen, sagt BVB-Sprecher Stephan Appenzeller. «Die 8-er Trams nach Weil waren jeweils gut besetzt.» Zwar habe es leichte Verspätungen gegeben, so Appenzeller weiter, doch diese seien nicht gravierend gewesen.

Ob die BVB auch an den kommenden Wochenenden den Takt des 8-er Trams verdichten, sei noch nicht klar.

(Regionaljournal Basel, 17:30 Uhr)