BIZ will am Basler Bahnhof wachsen

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) will sich im Block rund um den Turm ausbreiten. Ein Bebauungsplan soll den Platzbedarf für die nächsten 20 Jahre sichern. Die BIZ hat den Plan am Dienstag vorgestellt.

Basis des BIZ-Turms.

Bildlegende: Die BIZ will den Platz rund um den Turm besser nutzen. google

Der 70 Meter hohe BIZ-Turm wurde 1977 fertiggestellt und ist heute zu eng geworden, wie BIZ-Generalsekretär Peter Dittus am Dienstag vor den Medien ausführte: «Wir haben immer mehr und anspruchsvollere Aufgaben mit immer mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.»

Zurzeit beschäftigt die Bank 659 Angestellte, jährlich finden 300 Sitzungen mit 9000 Teilnehmenden statt. Dafür hatte die BIZ nach und nach weitere Gebäude in Basel gekauft. Mit einem Bebauungsplan für das gesamte Geviert um den Turm will sie nun ihren Platzbedarf für die nächsten 20 Jahre sichern. Konkrete Baupläne liegen allerdings noch keine vor. Sicher sei aber, so sagt Peter Dittus, dass der BIZ-Turm selbst unangetastet bleiben soll.

Fläche mehr als verdoppeln

An der Medienkonferenz vom Dienstag wurde die Zukunft der Bank in Umrissen skizziert: so soll die rund 30'000 m2 Bruttogeschossfläche aller heutigen Gebäude samt Turm auf 68'000 m2 anwachsen können. Dabei sollen Freiflächen zwischen den Kuben aufgefüllt werden. Geplant ist ein Neubau, der bis zur Centralbahn-Strasse gegenüber des Bahnhofs reichen würde. Die dortigen Gebäude - darunter ein noch in Betrieb befindliches Restaurant - sollen dann abgerissen werden. Zurzeit begleiten die Basler Star-Architekten Herzog und de Meuron die Baupläne, für die konkreten Ausbaupläne soll es dann aber einen Wettbewerb geben, betonte Peter Dittus.

Bekenntnis zum Standort Basel

Die BIZ bekenne sich zum Standort Basel, sie wisse auch die guten Rahmenbedingungen zu schätzen, zum Beispiel die Sicherheit. Deshalb wolle sie aber auch weit voraus planen können.Dittus rechnet nicht mit Einsprachen gegen den Bebauungsplan, der ab dem 25. August aufliegt.

Die BIZ hatte bereits Ende der 90er-Jahre ein Projekt des japanischen Architekten Toyo Ito mit zwei Türmen auf dem Tisch. Dieses wurde begraben als sie stattdessen 1998 der frisch fusionierten UBS den Bau von Mario Botta am Aeschenplatz abkaufen konnte.