BIZ will in Basel ausbauen

Die Bank für internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) wächst. Wegen der Finanzkrise seien ihre Dienste gefragter denn je, so Direktor Jaime Caruana. Man sei in Basel deshalb auf der Suche nach weiteren Gebäuden.

BIZ-Turm von unten

Bildlegende: Im BIZ-Turm am Centralbahnplatz wird es eng. Keystone

Dass die BIZ ihren Hauptsitz in Basel hat, hat historische Gründe. Die BIZ wurde 1930 nach dem 1. Weltkrieg gegründet mit der Aufgabe, die Zahlung der Kriegsschulden von Deutschland an die Siegermächte zu koordinieren. BIZ-Direktor Jaime Caruana: «Man suchte damals einen neutralen Standort, der gut erreichbar ist.»

Heute ist die Bank quasi eine Zentralbank der Zentralbanken. Sie spielt eine Schlüsselrolle bei der Kooperation der Zentralbanken und anderer Institutionen aus dem Finanzbereich. Stark gefragt ist die Vermittlerrolle der BIZ insbesondere auch in der aktuellen Währungskrise in Europa.

Glücklich in Basel

Dass die BIZ bis heute in Basel geblieben ist, liege daran, dass sie hier sehr zufrieden seien, so Caruana. «Basel ist sicher, gut organisiert und stabil.» Im Zuge der Finanzkrise sei die BIZ immer stärker gewachsen. Inzwischen arbeiten über 600 Personen für die BIZ. «Langfristig müssen wir uns nach weiteren Räumlichkeiten in der Nähe umsehen.» Er sei bereits im Gespräch mit der Basler Regierung, sagt Jaime Caruana.

Portraitbild Jaime Caruana

Bildlegende: BIZ-Direktor Jaime Caruana: «Wir fühlen uns sehr wohl in Basel.» Keystone

In der breiten Bevölkerung wird die BIZ als verschlossene Organisation wahrgenommen. Caruana betont, man habe gute Beziehungen zu den lokalen Behörden und die BIZ unterstütze regionale Verbände. Mehr dazu will er denn aber doch nicht sagen.

(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)