BKB-Leitung sucht mehr Vertrauen bei den Anlegern

Die Jahresversammlung der Basler Kantonalbank BKB war ernster als in früheren Jahren. BKB-Präsident Andreas Albrecht liess selbstkritische Töne hören. Die Bankleitung insgesamt suchte gezielt mehr Vertrauen bei den anwesenden 2'500 PS-Inhaberinnen und -inhaber zu gewinnen.

Sitzbank mit dem Logo der Bsaler Kantonalbank.

Bildlegende: Die Probleme der BKB mit den US-Steuerbehörden sind noch lange nicht ausgesessen. Keystone

Die neue Event-Halle der Messe Basel war voll bis auf den letzten Platz: 2'500 Inhaberinnen und Inhaber von BKB-Partizipationsscheinen waren der Einladung zur Jahresversammlung gefolgt. Die Veranstaltung hat grundsätzlich Festcharakter. Nach der Präsentation von Jahresergebnis und Zukunftstrategie wartet auf die PS-Inhaber ein grosszügiges Nachtessen.

Dieses Mal war der Anlass ernster. Zwei Krisen beschäftigen die BKB: Die Verwicklung in die Geschäfte der mutmasslich betzrügerisch agierenden ASE-Investment sowie der Steuerstreit mit den USA.

Bank-Präsident Andreas Albrecht äusserte sich selbstkritisch. Beide Fälle würden die BKB in ihrem Selbstverständnis treffen. Und sie seien mit die Ursache für einen Vertrauensverlust in die Bank. Dieser zeigt sich ganz real im Kurs der PS-Scheine: 2012 verlor das Inhaber-Papier der BKB rund einen Viertel des Werts.

Die Strategie der Bankleitung für diesen Abend hiess darum: Vertrauen wieder gewinnen. Während ihrer Präsentation betonten Albrecht, CEO Guy Lachappelle und weitere Leitungsmitglieder vertrauensbildende Massnahmen. Man wolle den ASE-Fall baldmöglichst abschliessen und bis Ende 2015 nur noch versteuerte Vermögen verwalten.

In einer kurzen Umfrage äusserten sich die PS-Inhaberinnen und -Inhabern mehrheitlich positiv. Die Massnahmen der Bankleitung würden ihr Vertrauen jedenfalls eher stärken, sagten befragte BKB-Inhaber.