Bombendrohung legt Basler Innenstadt lahm

Von 11 bis 13 Uhr war der Steinenberg zwischen Barfüsserplatz und Bankverein abgesperrt. Dies wegen einer Bombendrohung, die telefonisch bei einem Unternehmen am Steinenberg eingegangen ist. Das Motiv der Drohung ist unklar.

Absperrband der Polizei am Basler Steinenberg.

Bildlegende: Über die Mittagszeit war der Basler Steinenberg eine Sperrzone. Keystone

Mittags um 13.15 Uhr gab die Basler Kantonspolizei Entwarnung: Im Haus am Steinenberg 19, wo am Vormittag eine Bombendrohung eingegangen war, befinde sich kein Sprengsatz. Laut Peter Gill, Mediensprecher der Staatsanwaltschaft, hat die Polizei das Haus und ein Nachbarshaus mit zwei Bombenspürhunden durchsucht und keinen Sprengstoff gefunden.

Um 10.30 Uhr hatte die Finanztech-Firma Cashcloud, deren Büro sich am Steinenberg befindet, einen Anruf von einem Hochdeutsch sprechenden Mann erhalten. Dieser behauptete, im Gebäude sei eine Bombe deponiert, welche in einer halben Stunde explodieren würde. Daraufhin sperrte die Polizei den Steinenberg ab; der Tramverkehr wurde umgeleitet und die umliegenden Häuser evakuiert.

Motiv der Bombendrohung unklar

Die Staatsanwaltschaft leitet nun ein Verfahren wegen Drohung und Schreckung der Bevölkerung ein. Nicht bekannt ist derzeit, ob der Täter mit der Bombendrohung bewusst der Firma Cashcloud schaden wollte. Das Startup-Unternehmen ist nicht unumstritten. Es ist im Juni an die Börse gegangen, die Deutsche Börse stoppte jedoch kurz darauf den Handel mit den Cashcloud-Aktien. Die Gründe dafür sind nicht bekannt.

Bereits die zweite Bombendrohung

Die Bombendrohung ist für Basel ein Déja-vu. Erst im April war wegen eines Bombenalarms der Steinenberg gesperrt worden. Damals handelte es sich um eine Bombenattrappe, die von zwei Jugendlichen beim Tinguely-Brunnen platziert wurde. Ausserdem wurde im Juni auf dem Messeplatz ein Auto mit einer Bombenwarnung abgestellt; kurz danach konnte ein Mann festgenommen werden.

(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)