BVB-Verantwortliche stehen auch nach Rücktritt in der Kritik

Nach dem Rücktritt des BVB-Präsidenten Martin Gudenrath gehen die Diskussionen um das Verkehrsunternehmen weiter. Noch ist unklar, ob der Bericht, der Gudenrath offenbar stark belastete, veröffentlicht wird oder nicht.

BVB-Tram fährt in Basel

Bildlegende: Diskussionen um BVB-Verantwortliche reissen auch nach Rücktritt des VR-Präsidenten nicht ab. Keystone

Im bisher unveröffentlichten Bericht der Finanzkontrolle zu den Vorwürfen der Vetternwirtschaft bei den Basler Verkehrsbetrieben (BVB) werde auch BVB-Direktor Jürg Baumgartner kritisiert, sagt SP-Grossrat Jörg Vitelli gegenüber dem «Regionaljournal Basel» von Radio SRF: «Diese Gesetzesverstösse, wie sie nun tituliert werden, hat nicht nur Martin Gudenrath sondern auch Jürg Baumgartner begangen.»

Bericht bis anhin nicht veröffentlicht

Auch Basta-Grossrat Urs Müller glaubt, dass Baumgartner noch unter Druck geraten könne. «Er steht als Direktor ebenfalls in der Verantwortung.» Wichtig sei, dass der Bericht nun veröffentlicht werde. Nur so sei klar, was den BVB-Veratwortlichen tatsächlich vorgeworfen werden.

Dass der Bericht den Weg an die Öffentlichkeit finden müsse, findet der grünliberale Grossrat Aeneas Wanner nicht zwingend. Schliesslich seien die BVB «ausgelagert worden, um das Unternehmen zu entpolitisieren». Auch Remo Gallacchi von der CVP will den Bericht nicht um jeden Preis veröffentlichen. Man müsse «sehr sorgfältig zwischen öffentlichem Interesse und Persönlichkeitsschutz abwägen».