BVB-Wirbel nähert sich dem Rathaus

In der Verantwortung steht auch Verkehrsdirektor Hanspeter Wessels, der den zurückgetretenen Verwaltungsratspräsidenten Gudenrath an Bord geholt hat.

BVB-Tram vor dem Basler Ratshaus.

Bildlegende: Der BVB-Wirbel nähert sich dem Rathaus. Juri Weiss

Offene Kritik an Bau- und Verkehrsdirektor Hanspeter Wessels übt Grossrat Michael Wüthrich. Dieser ist noch bis Ende Jahr Mitglied des BVB-Verwaltungsrats und hat als solcher Kenntnis des Berichts der Finanzkontrolle (Fiko). Dieser Bericht war es, der die Lawine auslöste, die nach Verwaltungsrats-Präsident Gudenrath nun auch BVB-Direktor Jürg Baumgartner weggefegt hat.

Wüthrich wirft nun auf seiner Homepage Wessels vor, er zitiere unvollständig aus dem Fiko-Bericht und informiere so irreführend. «Entweder man veröffentlicht den ganzen Bericht oder gibt den Wortlaut eines einzelnen Punktes wieder. Aber man kann nicht mündlich den Inhalt wiedergeben, weil das automatisch unvollständig ist», sagt Wüthrich gegenüber dem «Regionaljournal Basel von Radio SRF».

Allerdings ist diese Forderung eigentlich gar nicht zu erfüllen. Denn der Bericht der Finanz-Kontrolle darf nicht veröffentlicht werden. Wüthrich schlägt deshalb vor, dass die Geschäftsprüfungskommission des Grossen Rats den Bericht studiert und anschliessend Empfehlungen an die Regierung und den Grossen Rat abgibt.

In eine ähnliche Richtung denkt auch CVP-Präsident Lukas Engelberger. Auch er sieht Hanspeter Wessels in der Verantwortung, da Verwaltungsratspräsident Gudenrath sein Mann gewesen sei. «Es ist deshalb nicht verständlich, wieso Hanspeter Wessels nicht viel früher gegen das Führungsduo Gudenrath-Baumgartner eingeschritten ist», kritisiert Engelberger.