Caspar Baader tritt aus dem Nationalrat zurück

Der Baselbieter SVP-Politiker hat überraschend seine Demission per Ende Juli eingereicht. Für ihn rückt wahrscheinlich Alt-Nationalrat Christian Miesch nach. Dieser entscheidet am Donnerstag, ob er ins Bundesparlament zurückkehrt.

Nationalrat Caspar Baader.

Bildlegende: Mit Caspar Baader tritt einer der einflussreichsten Politiker der Region ab. Keystone

Nach 16 Jahren in Bern tritt Caspar Baader aus dem Nationalrat zurück. Er habe am Mittwoch beim Ratspräsidenten seine Demission per Ende Juli eingereicht, teilte die Kantonalpartei mit.

Baader ist einer der einflussreichsten Parlamentarier der Region Basel. Er präsidierte zeitweise die nationalrätliche Kommission für Wirtschaft und Abgaben. Breiter bekannt wurde er als Fraktionschef der SVP; diesen Posten hatte er zehn Jahre inne. Laut Partei will sich der heute 60-Jährige nun seinem Beruf als Anwalt und seiner Familie widmen. Caspar Baader selber war am Mittwoch nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

Wer für ihn in den Nationalrat nachrückt, steht noch nicht definitiv fest. Erster Nachrückender ist Christian Miesch. Der 66-Jährige war bereits zweimal in der grossen Kammer: 1991 bis 1995 für die FDP sowie 2003 bis 2011 für die SVP. Er musste 2011 seinen Sitz dem Parteikollegen Thomas de Courten abtreten, der mehr Stimmen machte. Christian Miesch entscheidet am Donnerstag, ob er in den Nationalrat zurückkehrt.

(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)