Chrischona-Klinik läuft das Kader davon

Im September wurde bekannt, dass die Reha Chrischona vom Felix Platter-Spital übernommen werden soll. Das Angebot soll bestehen bleiben, das Personal wird vom neuen Besitzer übernommen. Dies sorgt bei der Belegschaft der Reha-Klinik allerdings für Unmut. Bereits haben zwei Kaderleute gekündigt.

Reha Chrischona von aussen.

Bildlegende: Nachdem bekannt wurde, dass das Felix Platter-Spital die Reha Chrischona übernimmt, haben zwei Kader-Angestellte ihre... zVg

Die Kündigungen der beiden Kader-Mitarbeiter haben Signalwirkung auf andere Angestellte. So sagt Eva Biland, Abteilungsärztin der Chrischona-Klinik: «Als der Chefarzt gekündigt war, war für mich klar, dass auch ich kündige». Und sie vermutet: «Ich glaube nicht, dass meine Kündigung die letzte war.»

«Ein Juwel wird aufgegeben»

Biland bedauert die Aufgabe des Standortes Chrischona sehr. Der Ort mitten in der Natur sei ideal gewesen für die Rehabilitation der Patienten und Patientinnen. «Ich habe mich mit der Reha Chrischona stark identifiziert. Das Felix Platter Spital ist für mich deswegen keine Alternative.»

Der Verwaltungsratspräsident des Felix Platter-Spitals, Beat Straubhaar, bedauert die Kündigung der beiden Kaderleute, da diese schliesslich auch für den guten Ruf des Reha Angebots verantwortlich waren. «Letztlich muss mit solchen Abgängen aber immer gerechnet werden», so Straubhaar. Geplant ist, dass die Rehaklinik Chrischona im April 2019 schliesst. Das Angebot wird dann an der Burgfelderstrasse weitergeführt.

Regionaljournal Basel, 17.30