Claraturm: Wie schützenswert sind die Warteck-Häuser?

Seit zwei Jahren ist die Gastromeile am Kleinbasler Riehenring im Bundesinventar für schützenswerte Ortsbilder. Der Basler Heimatschutz will deshalb juristisch gegen einen Abriss vorgehen.

Ecke Clarastrasse Riehenring mit Blick auf Warteckhäuser.

Bildlegende: Die Warteck-Häuser sind für den Heimatschutz schützenswert. Juri Weiss

Visualisierung Claraturm, vom Riehenring aus gesehen.

Bildlegende: So soll der Riehenring mit dem Claraturm aussehen. ZVG

Vor sechs Jahren hat der Basler Regierungsrat entschieden, die über 100-jährigen Häuser am Riehenring, direkt gegenüber den neuen Messehallen, nicht ins Denkmalverzeichnis aufzunehmen. Wenige Wochen vor der Abstimmung über den geplanten Claraturm könnte diese Diskussion jetzt neu entfacht werden. Denn vor zwei Jahren wurde diese Gebäudegruppe ins Bundesinventar für schützenswerte Ortsbilder aufgenommen. So sagt Paul Dilitz vom Basler Heimatschutz: «Wir meinen jetzt, wo das Warteck ins Bundes-Inventar aufgenommen ist, müssen wir zwingend nochmals eingreifen und den Neubau auch juristisch bekämpfen.»

Aus Sicht der Kantonalen Denkmalpflege sei dieses Verzeichnis aber nicht verbindlich, sagt der Kantonale Denkmalpfleger Daniel Schneller gegenüber dem «Regionaljournal Basel» von Radio SRF. «Diese Liste dient lediglich als Planungsgrundlage für den Kanton.» Anders beurteilt das Marcia Haldemann, Projektleiterin Isos im Bundesamt für Kultur. «Weil wenn es eine Umzonung gibt, muss Isos bei der Planung berücksichtigt werden.»

Sollte der Basler Heimatschutz die nötigen Mittel zusammenbringen und den Rechtsweg beschreiten, könnte die weitere Planung nochmals arg ins Stocken geraten.