«CO13», weil arbeiten gut tut

Vor 25 Jahren wurde der Verein «CO13» gegründet. Mit einer Schreinerei für ehemalige Drogensüchtige hat der Verein angefangen. Heute umfasst das Angebot ein Textilatelier, eine Velowerkstatt, ein Büroservice sowie einen Hausdienst mit Bistro und Hauswartung mit rund 43 Ausbildungsplätzen.

Frau, die an einem Velorad arbeitet.

Bildlegende: In der Velo-Werkstatt der CO13 wird professionell gearbeitet. SRF

Die Werkstätten des Vereins «CO13» sind ein Erfolgsmodell. Rund 80 Prozent aller psychisch labilen Jugendlichen und jungen Erwachsenen, die dort eine Lehre machen, schaffen den Sprung zurück in den Arbeitsmarkt. Und da diese jungen Menschen dann nicht mehr von der Invalidenversicherung IV abhängig sind, hilft dies letztlich auch Geld zu sparen. Urs Hagenbuch, Geschäftsleiter der Werkstätten «CO13», sagt gegenüber dem «Regionaljournal Basel» von Radio SRF: «Sicher ist jede Person, die nicht eine Rente braucht, ein finanzieller Gewinn für die Gesellschaft. Die Integration dieser Menschen ist aber noch viel wichtiger.»

Der Verein «CO13» wurde 1989 von einigen engagierten Menschen gegründet und bestand zunächst nur aus einer Schreinerei. Dort arbeiteten ehemalige Drogensüchtige und sollten so wieder in den Arbeitsmarkt zurückgeführt werden. Heute gibt es die Schreinerei nicht mehr, dafür eine Velowerkstatt, ein Textilatelier, ein Büroservice sowie einen Hausdienst mit Bistro und Hauswartung.

Insgesamt gibt es 43 Lehrstellen für Menschen mit psychischen Beeinträchtigung. Ausgebildet und unterstützt werden sie dabei von 22 sogenannten Arbeitsagogen. Urs Hagenbuch: «Das sind Personen, die Arbeitsabläufe so gestalten, dass Menschen mit einem Handicap sich möglichst gut entfalten können.»

Der Verein «CO13» wird zu zwei Dritteln von der IV sowie dem Kanton Basel-Stadt finanziert. Ein Drittel wird durch die Produktion und den Verkauf erwirtschaftet.

(Regionaljournal Basel, um 17:30 Uhr)

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