Conex 15: Armee legt Schwerpunkt auf Sicherung Infrastruktur

Am Mittwoch startet die grosse Armeeübung Conex 15. Im Vorfeld sorgte die Übung für Kritik, da auch die Rede ist von Flüchtlingsströmen an der Grenze - ein erschreckend aktuell reales Szenario. Nun will die Armee den Schwerpunkt weg vom Flüchtlingsszenario hin zur Sicherung der Infrastruktur legen.

Andreas Bölsterli, Divisionär, Kommandant Territorialregion 2

Bildlegende: Andreas Bölsterli, Kommandant Territorialregion 2. SRF/Sedrik Eichkorn

Das Übungsszenario wurde vor mehreren Jahren entworfen und ist nun aktueller denn je. Zu aktuell. Deshalb betont die Armee, dass es nicht um die Sicherung der Grenze ginge, sondern «um die Sicherung der Infrastruktur», so Andreas Bölsterli, Divisionär, Kommandant Territorialregion 2.

Auf der Homepage jedoch klingt dies anders. Dort heisst es, dass ethnische Spannungen zu grösseren Flüchtlingsströmen in die Schweiz führen und der Bundesrat deshalb Teile der Armee aufbieten muss, um das Grenzwachkorps zu verstärken. Divisionär Andreas Bölsterli sagt dazu: «Wir sichern nicht die Grenze. Wir üben die Zusammenarbeit in alltäglichen Aufgaben mit den Grenzwächtern. Das können zum Beispiel Grenzkontrollen sein. Das hat nichts mit Flüchtlingen zu tun.»

Landesverteidigung ist zweitrangig

Noch vor rund zwei Wochen hat sich Andreas Bölsterli schon einmal zum Szenario von Conex 15 im «Regionaljournal Basel» von Radio SRF geäussert. «Das ist ein Standard-Szenario der Armee. Das wenden wir für alle grossen Übungen an», so Andereas Bölsterli. Das Flüchtlings-Szenario war zentraler Teil der Übung.

Heute, so scheint es, möchte die Armee den Fokus weg von diesem Szenario nehmen und lieber über die Sicherung von Infrastrukturanlagen reden. «Unsere Hauptaufgabe ist es, wichtige Anlagen und Gebäude zu sichern», sagt Bölsterli. Die Landesverteigigung sei zweitrangig.

(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)