Crowdfunding: Caritas Basel geht neue Wege beim Geldsammeln

Für die soziale Institution war es ein Experiment. Sie nutzte als eine der ersten die neue Plattform für soziale Projekte, initiiert von der Christoph-Merian-Stiftung und der Crowdfunding-Plattform Wemakeit. Eine gute Erfahrung insgesamt, der Aufwand sei aber gross für eine kleine Institution.

Schlichte Kleiderstangen auf Spanplattenkonstruktionen, das schlichte Innere des Caritasladen.

Bildlegende: Schlichte Kleiderstangen ersetzen die alten Kleiderständer und Regale. ZVG

Vier Schülerinnen und Schüler der Schule für Gestaltung gestalteten den Caritas-Laden am Lindenberg neu. Der Laden ist kaum wiederzuerkennen - aus dem Altkleiderladen wurde ein moderner Secondhandshop.

Der Laden sei altmodisch gewesen, dabei sei Secondhand in, sagt Bettina Zeugin, Geschäftsleiterin der Caritas beider Basel, gegenüber dem «Regionaljournal Basel» von Radio SRF. Die Hoffnung sei, dass das neue Design mehr Kundschaft anlockt, «dass das auch ein Laden wird, den man aufsucht, weil er eben auch cool ist». In den letzten Jahren machte der Laden Defizit, das soll sich jetzt ändern mit dem neuen Design.

Das gesamte Geld für das Material für den Laden sammelte Caritas über die neue Crowdfundingplattform für soziale Projekte von «Wemakeit». 5'000 Franken sind so zusammengekommen. Eine neue und gute Erfahrung sei das gewesen, sagt Bettina Zeugin. Es sei aber für eine kleine Institution aufwendig, das Projekt online vorzustellen und es dann professionell zu bewirtschaften, alles neben dem Alltagsgeschäft. Gut sei es für das Bild von Caritas in der Öffentlichkeit, man wirke so moderner als Institution, das sei auch ein Ziel gewesen.

(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)