Daniela Gaugler tritt zurück

Die Baselbieter Landratspräsidentin Daniela Gaugler (SVP) tritt per sofort aus dem Parlament zurück. Dies gab die SVP Baselland per Medienmitteilung bekannt. Daniela Gaugler habe den Entscheid selber gefällt.

Porträt Daniela Gaugler

Bildlegende: Daniela Gaugler zieht sich aus der Politik zurück. zvg

Die SVP Baselland bedaure den Rücktritt von Landratspräsidentin Daniela Gaugler, so Parteipräsident Oskar Kämpfer. «Wir möchten unterstreichen, dass sie auch nach diesem Entscheid weiterhin unsere volle Solidarität geniesst.»

Daniela Gaugler ist über ihr Bed & Breakfast gestolpert. Seit Wochen steht der Vorwurf im Raum, dass sie für den aktuellen Betrieb des Bed & Breakfast keine Bewilligung hat. Dieser Verdacht wurde am Donnerstag durch eine Medienmitteilung ihrer Wohngemeinde Lausen verstärkt - und hat nun wohl auch zum Rücktritt geführt. Zumal dabei auch der Eindruck entstand, dass Daniela Gaugler öffentlich Falschaussagen gemacht hat.

«Die Öffentlichkeit hat Daniela Gaugler verurteilt, bevor überhaupt ein juristisches Urteil gefällt wurde», kritisiert jedoch SVP-Präsident Oskar Kämpfer die mediale Berichterstattung. Er selbst wolle sich aber nicht dazu äussern, ob das Ehepaar Gaugler mit dem Betrieb des Bed & Breakfast das Gesetz verletzt hat oder nicht. Er kenne die entsprechende Verfügung des Bauinspektorats nicht.

Nachfolge offen

Die SVP werde sich nun mit den anderen Fraktionspräsidenten des Landrats besprechen, was die Nachfolge von Daniela Gaugler betrifft. Oskar Kämpfer selbst möchte das Amt nicht übernehmen. Ob die SVP auf das Amt verzichtet, wenn sie keinen Kandidaten findet, lässt Oskar Kämpfer noch offen.

Schlechtes Krisenmanagement bei der SVP

«Der Rücktritt ist ein richtiger Entscheid», so die Einschätzung von Regionaljournal-Redaktor Patrick Künzle. Auch für die Partei sei es gut, das die Sache nun vom Tisch sei. «Schliesslich sind in vier Monaten bereits Wahlen.» Das Krisenmanagement der SVP-Spitze sei jedoch schlecht gewesen - und dies habe in der Partei Spuren hinterlassen.

(Regionaljournal Basel 17.30 Uhr)