Das Baselbiet war auch 2014 sehr beliebt bei Einbrechern

Im vergangenen Jahr gab es im Baselbiet mehr Einbrüche als im Vorjahr. Und dies, obwohl die Einbruchszahlen bereits 2013 deutlich angestiegen waren. Drei Prozent mehr Einbrüche wurden im 2014 registriert. Nun zeichnet sich jedoch eine Entspannung ab. Seit September gehen die Zahlen zurück.

Zwei Händepaare machen sich an zerschlagenem Fenster zu schaffen - sie versuchen, einzubrechen.

Bildlegende: Sorgenkind Einbrüche: In Baselland gab es pro Tag sechs Einbrüche im vergangenen Jahr. Keystone

Im Baselbiet wurde im vergangenen Jahr durchschnittlich sechs Mal pro Tag eingebrochen. Die Polizei registrierte im ganzen Jahr mehr als 2'300 Einbruchsdelikte. Damit habe die Baselbieter Polizei den schweizweit höchsten Anteil an Einbrüchen an der Gesamtstatistik, sagte Martin Grob, Chef der Baselbieter Kriminalpolizei, anlässlich der Präsentation der Kriminalstatistik am Mittwoch.

Einbruchsdelikte sind damit nach wie vor das «Sorgenkind» der Baselbieter Polizei. «Über 40 Prozent unserer Delikte sind Einbrüche», sagte Grob weiter. Diese haben im vergangenen Jahr nochmals um drei Prozent zugenommen im Vergleich zum Jahr 2013. Diese Zahlen gefallen Grob zwar nicht, aber er sagte auch: «Die gute Neuigkeit ist, dass wir praktisch keine anderen, grösseren Probleme haben.»

Trendwende zeichnet sich ab

Zwischen September 2014 und März 2015 habe es aber deutlich weniger Einbrüche gegeben, sagte Grob und hat für diese sinkenden Zahlen eine Erklärung: Die Polizei sei vermehrt auf der Strasse präsent gewesen und habe auch mehr Grosskontrollen auf Strassen und sogar in öffentlichen Verkehrsmitteln gemacht. Und dies mit dem Ziel, Einbrecher aus dem Baselbiet zu vertreiben.

Die Aufklärungsrate bei Einbrüchen blieb aber auch im vergangenen Jahr tief. Nur 12 Prozent der Einbruchsdelikte wurden in Baselland aufgeklärt. Das ist etwas weniger als in Basel-Stadt und im Vergleich zur Gesamtschweiz, wo sie 14 Prozent beträgt.

(Regionaljournal Basel; 12:03 Uhr)

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