Das Basler Auto zum Mitnehmen ist bislang ein Erfolg

Nach einem Jahr ziehen die Betreiber des Autoteil-Modells «Catch-a-Car» eine positive Bilanz. Die Zahl der Mitglieder sei erfreulich hoch. Begonnen hat «Catch-a-Car» nur in der Stadt Basel, mittlerweile machen aber auch Agglo-Gemeinden mit.

Ein weisses Auto von Catch-A-Car.

Bildlegende: 120 dieser weissen Catch-a-Car-Wagen stehen in der Region Basel. zVg

Autoteilen wird in der Schweiz immer beliebter. Die grösste Autoteil-Genossenschaft «Mobility» konnte alleine im vergangenen Jahr 8000 neue Kunden hinzugewinnen. Das «Mobility»-Modell hat jedoch einen Nachteil. Der Benutzer muss das Auto nach der Fahrt wieder an den Ort zurückbringen, wo er eingestiegen ist.

Beim neuartigen Autoteil-Modell «Catch-a-Car» ist das hingegen anders. «Catch-A-Car» ist eine Tochterfirma von «Mobility». Ihr Modell wird in Basel getestet, wo seit einem Jahr ein schweizweiter Pilotversuch läuft. Bei «Catch-a-Car» können Kunden einen der 120 weissen Kleinwagen via Handy orten, einsteigen, losfahren und anschliessend das Auto auf einem beliebigen öffentlichen Parkplatz wieder stehen lassen.

Auch Agglogemeinden machen mit

Geschäftsführerin Silena Medici zieht nach einem Jahr eine positive Zwischenbilanz. «Wir sind sehr zufrieden», sagt sie. Genaue Zahlen will sie zwar nicht nennen, aber die Mitgliederzahl sei bereits vierstellig. Als «Catch-a-Car» begann, machte bloss die Stadt Basel mit. Das heisst: Die Autos mussten innerhalb der Stadtgrenzen bleiben. Mittlerweile sind aber auch verschiedene Agglomerationsgemeinden dabei: Allschwil, Birsfelden und Riehen.

Ob «Catch-a-Car» auch in anderen Schweizer Städten eingeführt wird, ist derzeit noch unklar. Die Betreiber ziehen im kommenden Sommer Bilanz. Dann liegt auch eine wissenschaftliche Studie der ETH vor, die aufzeigen soll, ob dank «Catch-a-Car» mehr Leute als bis anhin auf ein eigenes Auto verzichten.

(Regionaljournal Basel, 7.9.2015)