«Das ländliche Baselbiet wird zur ÖV-Wüste»

Das Baselbiet spart beim öffentlichen Verkehr. 2017 wird das Angebot von drei Buslinien im Oberbaselbiet und der Bahnlinie S9 gekürzt. Die Baselbieter Regierung hätte noch viel mehr sparen wollen.

Zwei gelbe Busse der BLT hintereinander unterwegs.

Bildlegende: Nicht alle Buslinien der BLT rentieren gleich, sie fallen Sparmassnahmen zum Opfer. zvg

Der Rat verabschiedete die Sparmassnahme in der Schlussabstimmung mit 47 Ja gegen 38 Nein-Stimmen. Neben Ratslinken lehnten die Grünliberalen, die Grünen-Unabhängigen sowie vereinzelte FDP- und SVP-Landräte die Vorlage ab. Christine Koch von der SP etwa sagte: «Mit dieser Politik wird das ländliche Baselbiet zur ÖV-Wüste. Das ist rechts-konservative Kaputtmach-Politik.»

Silvia Schenker von den Freisinnigen hingegen meinte, dass die Kürzungen durchaus tragbar seien. «Da sitzen zwei bis drei Personen in einem Bus», meinte sie zu den schlecht frequentierten Linien.

Auf den Oberbaselbieter Buslinien 91, 92 und 93 wird der Betrieb am Wochenende ganz gestrichen. Bei der S9, dem «Läufelfingerli», sollen täglich die letzten drei Kurspaare zwischen Sissach und Läufelfingen durch Busse ersetzt werden. Mit diesen Massnahmen sollen bis zu 200'000 Franken eingespart werden.

Die Baselbieter Regierung wollte eigentlich noch viel mehr Geld sparen, nämlich 900'000 Franken, konnte sich damit jedoch nicht durchsetzen.