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Basel Baselland Das «Läufelfingerli» unter Spardruck

Die Baselbieter Regierung will beim Öffentlichen Verkehr sparen. So soll der Fahrplan verschiedener Buslinien sowie - einmal mehr - bei der Bahnlinie S9, dem sogenannten «Läufelfingerli», ausgedünnt werden. Bei den Fahrgästen kommen diese Sparpläne allerdings schlecht an.

leere S-Bahn
Legende: Die Regierung will bei der die S-Bahn 9 den Fahrtakt verdünnen. SRF/muelm

Das «Läufelfingerli» ist bei den Fahrgästen beliebt. Ob wegen der schönen Strecke oder als Pendlerverbindung zum Arbeitsplatz, die S-Bahnlinie 9 wird gerne genutzt. Allerdings sind die Züge ausserhalb der Hauptverkehrszeiten wenig ausgelastet. Deswegen soll der Fahrplan um rund einen Drittel ausgedünnt werden, hat die Baselbieter Regierung Ende Oktober angekündigt.

Dies kommt bei den betroffenen Fahrgästen schlecht an. Eine ältere Dame etwa hat wenig Verständnis, dass die Baselbieter Regierung allein wegen der geringen Auslastung einzelne Verkehrsverbindungen streichen will: «In den kleinen Dörfern kann man nicht erwarten, dass die Züge voll sind. Es hat halt nicht soviele Leute. Aber die, die in diesen Dörfern wohnen, brauchen trotzdem öffentliche Verkehrsverbindungen anderswohin.»

Bürgerliche Politiker sind gegen Abbau beim ÖV

Kritik äussern aber nicht nur Fahrgäste. Auch Politikerinnen und Politiker aus dem Oberen Baselbiet sind wenig von den Sparplänen beim ÖV begeistert, schon deshalb, weil die Baselbieter Regierung dieselben Vorschläge schon vor drei Jahren gemacht hat.

So kündigt die FDP-Landrätin Saskia Schenker an, dass sie die Vorlage zurückweisen wollen, um innovativere Lösungen zu ermöglichen: «Die Vorlage so, wie wir sie schon einmal beraten haben, noch eimal vorlegen, finden wir wenig sinnvoll. Wir halten aber an den Sparmassnahmen fest.»

Man will also grundsätzlich auch beim ÖV sparen, pocht aber darauf, dass die Regierung die Situation noch einmal genau analysieren und zusammen mit Gemeinden und ÖV-Anbietern diskutieren soll.

(Regionaljournal Basel, 17:30 Uhr)

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