Der Australier «Bilby» entdeckt das Basler Gundeli

Er sieht aus wie eine Mischung aus Hase und Maus, kommt aus Australien und heisst Bilby. Die Rede ist vom neuen Maskottchen des Thierstein-Schulhauses im Gundeldingerquartier. Bilby ist aber nicht hier, um Ferien zu machen. Er hat einen Auftrag zu erfüllen.

Mäuse aus Filz

Bildlegende: Diese Maskottchen begleiten Schulkinder beim Erkunden ihres Quartiers nach Angeboten und Anlaufstellen. zVg

Bilby - so heisst das neue Maskottchen des Thierstein-Schulhauses im Basler Gundeli. Bilby kommt aus Australien und hat einen Auftrag. Er soll den Kindern ihr eigenes Quartier näher bringen.

«Bilby will das Gundeli kennenlernen und er nimmt die Schülerinnen und Schüler mit auf Erkundungstour», sagt Schulleiterin Karin Vaneck. Selbstverständlich ist das nur symbolisch gemeint, denn Bilby ist eine Comic- und Plüschfigur. Selber aktiv sein, kann Bilby nicht, vielmehr ist er ein Symbol für die geplante Vernetzung von Schule und Quartier.

Das Thierstein-Schulhaus will sich öffnen und in Zukunft mehr mit den Freizeitanbietern im Gundeliquartier zusammenarbeiten. Die Kinder sollen die Angebote, die praktisch vor ihrer Haustüre liegen, kennen lernen und davon profitieren. Der Hintergrund: Die Bildung soll nicht nur in der Schule stattfinden, sondern vor allem auch ausserhalb: Im Sport- oder Musikverein, in der Clique, im Park.

Eine finanzstarke Stiftung im Hintergrund

Bilby ist Teil des Projekts mit dem Namen «Bildungslandschaften». Initiiert wurde es von der Jacobsstiftung. Von ihr - zusammen mit dem Kanton Basel-Stadt - wird es finanziell auch getragen. 70'000 Franken bekommt das Thierstein-Schulhaus jährlich, um die Schule zu öffnen und um sich mit den Freizeitanbietern zu vernetzten.

Das Thierstein ist nicht das einzige Schulhaus, welches Teil des Projekts ist. Zwei weitere Schulhäuser profitieren von der grosszügigen Finanzspritze, die die Jacobsstiftung und das Basler Erziehungsdepartement verabreichen.

Das Projekt dauert noch vier Jahre. Solange ist auch die finanzielle Unterstützung als Starthilfe garantiert. Danach müssen die Schulen selber schauen, wie sie das Angebot, die Vernetzung aufrecht halten können.

(Regionaljournal Basel, 17:30 Uhr)