Der Basler Wald wird als Müllhalde missbraucht

Die Bürgergemeinde Basel sammelt im Birsfelder Hardwald wöchentlich Abfall im Umfang von 940 Litern ein. Nicht in dieser Zahl enthalten ist Sperrgut wie Betten, Stühle, Kühlschränke. Mittlerweile kostet der illegale Abfall über zehn Prozent aller Arbeitsstunden der Bürgergemeinde.

Teppiche, Stühle, Matratzen - im Birsfelder Hardwald wird allerlei Abfall illegal entsorgt.

Bildlegende: Teppiche, Stühle, Matratzen - im Birsfelder Hardwald wird allerlei Abfall illegal entsorgt. Roland Schnetz/SRF

Der Hardwald ist ein beliebtes Naherholungsgebiet in der Nähe von Basel. Er wird jedoch zunehmend als Müllhalde missbraucht. Zwei Mitarbeiter des Forstbetriebs der Bürgergemeinde Basel fahren zweimal pro Woche insgesamt neun Feuerstellen im Wald an und sammeln dabei den Abfall ein. Der Abfall füllt durchschnittlich einen Container pro Woche. Die jährliche Abfallmenge beträgt stolze 48'880 Liter.

Darin noch nicht eingerechnet ist Sperrgut wie Betten, Stühle oder Kühlschränke. Kommt hinzu, dass auch immer mehr Menschen ihren Grünabfall im Wald entsorgen. Damit werden fremde Pflanzen in den Wald eingeschleppt, die die einheimische Vegetation bedrohen und von den Förstern bekämpft werden müssen.

Ebenfalls im Einsatz ist eine Velogruppe, die einmal pro Woche dem Abfall zu Leibe rückt. Sie sammelt insgesamt ebenfalls jährlich mehr als 10'000 Liter Unrat ein.

(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)