«Der Blaue Reiter»: ein Wendepunkt in der Kunstgeschichte

«Der Blaue Reiter» steht exemplarisch für einen zentralen Aspekt in der Entwicklung der modernen Kunst. Die Fondation Beyeler widmet ihm die farbenprächtige Ausstellung «Kandinsky, Marc & Der Blaue Reiter».

Eine Frau steht vor einem Bild

Bildlegende: Die Fondation Beyeler zeigt Werke von Kandinsky und Marc. Keystone

Mit drei revolutionären Kunstprojekten schlugen in München kurz vor dem Ersten Weltkrieg die Maler Wassily Kandinsky und Franz Marc eines der spannendsten Kapitel des Expressionismus auf. Ihre neuen Ideen setzten sie unter dem bildhaften und progressiven Namen «Der Blaue Reiter» in zwei legendären Ausstellungen in München und einem Almanach von epochaler Bedeutung durch.

Wie der Begriff entstand, hielt Kandinsky rückblickend auf einen Besuch bei Marc in Oberbayern fest: «Den Namen 'Der Blaue Reiter' erfanden wir am Kaffeetisch in der Gartenlaube in Sindelsdorf; beide liebten wir Blau, Marc - Pferde, ich - Reiter. So kam der Name von selbst.»

Die Ausstellung: ein farbintensiver Rückblick

Mit rund 70 Kunstwerken und 20 weiteren Exponaten ruft die Fondation Beyeler in Riehen jenen Aufbruch in die Moderne mit betörender Farbenpracht in Erinnerung. Dank ungemischten Farben erzielten die Maler, die vor allem von den Landschaften und der Volkskunst des touristisch als «Blaues Land» vermarkteten Gegend von Murnau am Staffelsee inspiriert wurden, eine intensive Leuchtkraft, die sich nur mit den französischen Fauvisten vergleichen lässt.

Die Ausstellung «Kandinsky, Marc & Der Blaue Reiter» dauert vom 4. September bis 22. Januar 2017.