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Denkmalpflege Baselland «Der Kanton Baselland nimmt seine Verantwortung nicht wahr»

Die barocke St. Katharinenkirche in Laufen ist aus Sicherheitsgründen geschlossen. Das Dach droht einzustürzen. Geld für die dringend nötige Sanierung fehlt im Baselbiet. Stefan Buess, Präsident der Denkmal- und Heimatschutzkommission Baselland, bezeichnet diese Situation als Armutszeugnis.

Inneres der Katharinenkirche
Legende: Schmuck aber baufällig: St.Katharinenkirche Laufen. ZVG, Denise Wyss

Die Decke der Kirche aus dem 17. Jahrhundert ist derart beschädigt, dass Teile herunter stürzen könnten. Geld für die Sanierung scheint momentan nicht zur Verfügung zu stehen. Für die dringendsten Sanierungsarbeiten sind 600'000 Franken notwendig.

Das ist ein Armutszeugnis. In diesem Kanton stimmt vieles nicht.
Autor: Stefan BuessPräsident Denkmal- und Heimatschutzkommission

Dieser Betrag würde allerdings das Jahresbudget der kantonalen Denkmalpflege sprengen, sagt Stefan Buess, Präsident Denkmal- und Heimatschutzkommission. Pro Jahr stehen der Denkmalpflege 300'000 Franken zur Verfügung – die Hälfte des benötigten Betrags. Für die St. Katharinenkirche braucht es deshalb einen Zuschuss der Regierung. Beim Kanton stosse man wegen des Spardrucks derzeit jedoch auf taube Ohren, sagt Buess. Dabei zähle die Stadtkirche Laufen zu den bedeutendsten Barock-Kirchen im Baselbiet.

Falsche Prioritäten

Dabei sei der Kanton gesetzlich dazu verpflichtet, seine Kulturgüter zu erhalten. «Die Regierung nimmt ihre Verantwortung nicht wahr. Das muss sie aber», sagt Buess und ergänzt: «Das ist ein Armutszeugnis. In diesem Kanton stimmt vieles nicht.» Vergleiche man die Summe, welche die bürgerliche Regierung für die Denkmalpflege bereitstelle mit den Ausgaben für den Strassenbau, die Bildung oder die Sicherheit, dann stimme das Verhältnis nicht, findet Buess.

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1 Kommentar

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  • Kommentar von Hermann Dettwiler (Alapeller)
    Denkmalpflege - Sklerosierung und schleichender Sterbeprozess der Heimat. Schon Heraklid erkannte: Panta Rhei - oder Alles fliesst. Veränderung ist Leben und das kann und soll nicht aufgehalten,- sondern aktiv angestrebt werden.
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