Der Ruf nach sozialem Wohnungsbau wird lauter werden

In Basel sinkt die Leerstandsquote ständig. Warten bis die Situation arg ist wie in Zürich wollen Basler Politiker aber nicht. Punkto Lösungen sind sie uneinig. Klar ist, je mehr der Druck auf den Wohnraum zunimmt, desto lauter wird der Ruf nach sozialem Wohnbau.

Sicht auf einen Neubau mit Transparent, worauf Mieter angesprochen wird.

Bildlegende: Symbolbild Schweizer Wohnungsbau. Keystone

Seit ein paar Jahren sinkt die Basler Leerstandsquote kontinuierlich. Den Vorwurf des Präsidenten der IG-Wohnen, Peter Weishaupt, lassen Basler Politiker aber nicht gelten. Dieser monierte, sie täten nichts und verwiesen darauf, dass Basel im Vergleich mit Zürich noch gut da stehe. Eine kleine Umfrage zeigt jedoch: die Diskussion ist ideologisch aufgeladen.

Durchdachte kreative Lösungsansätze fehlen

Für bürgerliche Politiker mit Ausnahme der SVP steht und fällt alles mit dem neuen Zonenplan. Stimme das Stimmvolk im Herbst diesem zu, entstünden in den Wohntürmen am Rand der Stadt schnell so viele Wohnungen, dass die Situation entschärft werde. Dagegen haben Umweltschutzverbände und linksgrüne Politiker das Referendum ergriffen. Sie setzen auf Verdichtung.

Auch leere Büroräume könnten umfunktioniert werden, sagt beispielsweise die grüne Grossrätin Mirjam Ballmer. Fakten für kreative Lösungen fehlen jedoch. Beim Mieterschutz wird der soziale Wohnungsbau gefordert. Klar ist vor allem eins: Dieser Ruf wird lauter werden je stärker der Druck auf den Wohnungsmarkt zunimmt.