Der versteckte Brunnen mit dem köstlichen Wasser

Das Wasser des Nischenbrunnens am Spalenberg hatte den Ruf, das beste Wasser der Stadt zu spenden. Der Standort des Brunnens bescherte den Baslerinnen und Baslern allerdings einige Probleme.

Der Brunnen am Nadelberg ist ein sogenannter «Nischenbrunnen». Das heisst, er befindet sich in der Nische eines Hauseingangs. Davon gibt es in Basel mehrere. Das Wasser des Nischenbrunnens am Nadelberg galt als besonders köstlich, auch wenn durch seine Röhren das gleiche Wasser floss wie durch die anderen Brunnen auch.

Der Brunnen am Nadelberg war allerdings nicht von Anfang an als Nischenbrunnen geplant. Er stand ursprünglich mitten auf der Strasse. «Als der Pferde-Verkehr immer mehr zunahm, störte er die Anwohner und es kam auch immer wieder zu Unfällen», sagt Christiane Widmer, die ein Buch über die Basler Brunnen geschrieben hat. Deswegen wurde der Brunnen an einen Platz zwischen zwei Häusern verschoben.

Haus passte sich dem Brunnen an

Aber schon kurze Zeit später wollte der Besitzer der Parzelle am Standort des Brunnens ein Haus bauen. Dies wurde ihm nur unter der Bedingung gestattet, dass er den Brunnen in einer Nische erhält und die Gipsdecke über dem Brunnen auf eigene Kosten in gutem Zustand erhält.

So wurde das Haus quasi dem Brunnen angepasst. Eine Änderung hat der Hausbesitzer dennoch vorgenommen: Die Magdfigur, die bis 1844 den Brunnen zierte, ersetzte er durch eine Steinurne.

(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)