Der Wald kostet immer mehr

Der Waldwirtschaftsverband sucht Antworten auf die Frage, wie die Waldbewirtschaftung langfristig zu finanzieren sei. Und stellt die Frage: Ist bald Schluss mit dem Wald als Gratis-Freizeit-Park?

Forstwirtschaft, Bagger türmt Baumstämme aufeinander.

Bildlegende: Gemeinden fragen sich, wie sie die Bewirtschaftung des Waldes finanzieren sollen. Keystone

Der Waldwirtschaftsverband will die Öffentlichkeit für sein Problem sensibilisieren. Und zwar erbringe die Waldwirtschaft Dienstleistungen im Wald, die längerfristig finanziell nicht sichergestellt seien. Darum müsse der Verband aktiv werden. Ziel sei weiterhin die kostenlose Nutzung des Waldes, versichert der Präsident des Waldwirtschaftsverbands Andres Klein.

Das Problem der Waldwirtschaft ist, dass sich mit dem Verkauf von Holz viel weniger Geld verdienen lässt. Das bedeute, dass man die Förster nicht mehr ohne weiteres bezahlen könne.

Geplante Massnahmen

Der Waldwirtschaftsverband muss Massnahmen treffen, um neue Geldtöpfe anzuzapfen. Mit verschiedenen Massnahmen hoffen die Verantwortlichen zur langfristigen Finanzierung beizutragen. Konkret wolle der Verband mehr Mitglieder und Gönner gewinnen. Weiter will er ein weiteres Holzkraftwerk in der Region sicherstellen. Sowie neue Produkte mit einem «Laubholzprojekt» produzieren. Als zusätzliche Absicherung plant der Waldwirtschaftsverband flächendeckend Leistungsvereinbarungen mit allen Baselbieter Gemeinden. Diese sollen ein allfälliges Defizit beim Waldunterhalt mit Steuergeldern abdecken. (mü)