Die Basler SP: Bequem oder stabil?

Zu Gast im «Wahlzmorge» ist SP-Vizepräsidentin Michela Seggiani. Die grösste Basler Partei wolle in Basel nicht einfach nur weiter machen wie bisher, sondern auch angreifen.

Die SP zieht mit dem Slogan «Mehr Basel» in den Wahlkampf. Ein nichtssagender Satz? Nein, findet Michela Seggiani. Es gehe darum, dass man für die Stadt noch mehr erreichen wolle «in Sachen Wohnen und Sozialleistungen.»

«  Wir sind stabil, nicht bequem. »

Michela Seggiani
Vizepräsidentin SP BS

Im Wahlkampf der SP wurde bisher aber vor allem über eine Idee gesprochen: Ein Hundepark auf dem Marktplatz «Der Hundepark ist wichtig, aber es ist schade, dass der Hundepark derart für Furore gesorgt hat. Wir haben auch andere Ideen.»

Eine erfolgsverwöhnte Partei?

Die mächtigste Partei hat sich in den letzten Jahren nur wenig bewegt. Die wichtigen Ämter liegen in den Händen ein paar weniger: die Regierungs-, Nationalrats- und auch das Ständeratsamt. Hat es sich die Partei im Kanton etwas bequem gemacht? «Wir sind stabil, nicht bequem», so Seggiani. Beispielsweise leiste Anita Fetz als Ständerätin gute Arbeit, deshalb sei es legitim, dass sie das Amt seit längerem innehabe.

Unternehmenssteuerreform III spaltet die SP

Finanzdirektorin Eva Herzog kämpft für die Unternehmenssteuerreform III, die Partei kämpft dagegen. Wo steht denn nun die SP? «Wir müssen das ganz genau anschauen.» Die SP befinde sich in einem Dilemma. Von den Wertvorstellungen her könne die SP die Vorlage nicht unterstützen, dennoch wolle man der eigenen Regierungsrätin nicht in den Rücken fallen. «Ich kann nicht sagen, ob ich dafür oder dagegen bin», weicht Michela Seggiani aus.

Sätze ergänzen mit Michela Seggiani (SP)

Die Steuern in Basel sind...
...wie überall zu hoch.
Das Beste an der SVP ist...
...wenn Lorenz Nägelin baden geht.
Das Bettelverbot abzuschaffen...
...wäre eine gute Idee.
Mein Lieblings-Baselbieter ist...
...Reber, weil er so lustig ist.
Mein Sicherheitsgefühl in Basel ist...
...sehr gut.

bs Wahlen Kanton Basel-Stadt: Geschlechter der Kandidierenden nach Partei Das Grüne Bündnis weist den höchsten Frauenanteil auf. Die SVP als wählerstärkste Partei im rechten Lager hat einen Frauenanteil von knapp 25 Prozent.

bs Wahlen Kanton Basel-Stadt: Kandidierende nach Alter Gut ein Drittel der Kandidierenden ist jünger als 40 Jahre. Der Anteil der unter 30-Jährigen ist gegenüber 2012 etwas kleiner geworden. Der Anteil der 40 bis 49-Järigen ist am stärksten zurückgegangen. Das Durchschnittsalter aller Kandidierenden beträgt 46 Jahre.

bs Wählerstärke der SP im Basler Grossen Rat Wähleranteil in Prozent.

Die SP Basel-Stadt

Die SP ist die grösste Partei in BS. Wie stark die Linkspartei ist, zeigt sich daran, dass sie drei Regierungssitze hat, alle anderen Parteien haben nur je einen Sitz. Zwischen SP-Regierungsräten und der Parteibasis, die deutlich weiter links positioniert ist, kommt es immer wieder zu Differenzen – aktuell etwa bei der Unternehmenssteuerreform.