Stadtentwicklung Basel Die Debatte über das Klybeck-Areal ist lanciert

Nach 150 Jahren chemischer Produktion soll das Klybeck-Areal geöffnet und in ein Stadtquartier verwandelt werden. Auf dem Areal befinden sich auch viele schützenswerte Bauten, die möglichst erhalten und umgenutzt werden sollen. Allerdings ist der Preis dafür hoch.

An reizvollen Gebäuden mit Industrie-Charme fehlt es auf dem Klybeck-Areal nicht. Viele dieser Bauten seien aus Sicht der Basler Denkmalpflege schützenswert. So sagt Dirk Schmid von der Basler Denkmalpflege angesichts eines Backstein-Gebäudes aus den 1940er-Jahren: «Bedeutend ist die architektonische Qualität dieser Zweckbauten. Die Gliederung, die Vielfalt und die sorgfältig gestalteten Details.»

Aufwändige Sanierungen

Viele Gebäude sind durch die jahrelangen chemischen Prozesse verseucht und müssen vor einer Umnutzung saniert werden. Das koste viel Geld, mahnt Ferenc Deme, Projektleiter bei BASF: «Wir lösen eine Sanierung erst aus, falls die künftigen Nutzungen das rechtfertigen und die Sanierungskosten damit aufgefangen werden können. Für uns muss das Projekt wirtschaftlich sein.»

Gelingt der Spagat?

Es besteht daher die Gefahr, dass Novartis und BASF auf möglichst renditeträchtige Nutzungen drängen und das Areal nur einseitig für Luxus-Wohnungen oder Büros genutzt wird. Dem widerspricht Kantonsbaumeister Beat Aeberhard: «Wichtig ist eine möglichst grosse Bandbreite von unterschiedlichen Nutzungen. So, dass ein Stadtteil entsteht, der durchmischt ist.»

Ob dieser Spagat tatsächlich gelingt, wird sich weisen. Mitte Juni soll dafür eine erste Testplanung vorgestellt werden. Dann soll auch die Quartierbevölkerung aus dem Klybeck ein erstes Mal dazu Stellung nehmen dürfen.

(Regionaljournal Basel, 17:30 Uhr)