Die endlose Geschichte der Basler Kasernen-Sanierung

Der Basler Grosse Rat hat am Mittwoch den Umbau der Kaserne in ein Kultur- und Kreativzentrum bewilligt. Da die Bürgerlichen jedoch bereits ein Referendum angekündigt haben, wird es noch eine Volksabstimmung geben.

Blick auf die Kaserne

Bildlegende: Die Basler Kaserne muss saniert werden. Juri Weiss

Es ist ein umstrittenes Projekt. Schon in den beiden vorberatenden Kommissionen gab der Kasernen-Umbau lange und kontrovers zu reden. Nun aber hat sich eine Mehrheit des Parlaments für den Umbau ausgesprochen – mit 58 zu 33 Stimmen, bei drei Enthaltungen.

Thomas Grossenbacher vom Grünen Bündnis argumentierte, dass «das alte Hauptgebäude nicht zum Symbol von Stagnation» werden dürfe. Und Christian von Wartburg (SP) appellierte: «Es ist an der Zeit!» Dass die Kaserne saniert werden muss, wurde nicht infrage gestellt. Jedoch waren die bauliche Umgestaltung, die Kosten und das Nutzungskonzept umstritten. Mark Eichner von der FDP kritisierte: «Es kann doch nicht sein, dass wir ein Projekt, das auf so vielen Ebenen nicht überzeugt, umsetzen.» Kreativität könne man nicht staatlich verordnen, sie müsse aus privater Initiative entstehen.

Regierungspräsident Guy Morin verteidigte das Projekt. «Wenn wir die Kaserne im Baurecht Privaten überlassen, dann wären die Auflagen sehr hoch und das Ganze deshalb nicht rentabel.»

Das Streitobjekt Kaserne

Die Parlaments-Diskussion um die Sanierung der Kaserne verkam teilweise zu einem Wahlkampf-Hickhack. Die Parlamentarier bezichtigten sich etwa gegenseitig der Lüge. «Dieses Wahlkampfgetöse von allen Seiten ist unglaublich», summierte Patricia von Falkenstein (LDP).

(Regionaljournal Basel, 17.30 Uhr)