Die Fassade des Basler Frauenspitals ist nicht dicht

Nur zehn Jahre nach dem Bau präsentiert sich das Spital komplett eingerüstet. Die heikle Fassade muss nämlich bereits generalüberholt werden.

Die eingerüstete Fassade des Westflügels des Basler Universitätsspital von der Schanzenstrasse her.

Bildlegende: Komplett eingerüstet präsentiert sich das erst zehnjährige Basler Frauenspital - dahinter wird die Fassade saniert. SRF

Die Fassade des 2003 neu eröffneten Erweiterungsbaus des Universitätsspitals ist undicht. Der Grund sind undichte Fugen zwischen den einzelnen Fassaden-Elementen. «Damals dachte man, man muss nicht noch mehr machen», sagt Roland Geiser im Regionaljournal Basel auf SRF 1.

Geiser, Raum- und Baukoordinator beim Universitätsspital Basel, erklärt: «Jetzt sollen die Fenster-Elemente mit einem Gummi verbunden und mit Silikon verklebt werden.»

Ein Bauarbeiter zeigt mit dem Finger auf eine Fuge der Glasfassade.

Bildlegende: Baufachleute zeigen auf die undichten Fugen. SRF

Der Defekt muss von der zuständigen Baufirma und vom Generalunternehmer Implenia AG behoben und bezahlt werden. Die Arbeiten sollen bis Ende Oktober abgeschlossen sein. Die Kosten betragen laut Auskunft der Implenia AG 700'000 Franken. 100'000 Franken müsse laut Vertrag der Kanton Basel-Stadt übernehmen.

Wieder undicht trotz erster Sanierung

Erste Mängel an der Fassade wurden bereits kurz nach der Eröffnung festgestellt und der zuständigen Baufirma als Garantiefall gemeldet. Nach einer ersten Sanierung im Jahr 2007 trat bei Wind und Regenwetter weiterhin Wasser in das Gebäude ein.