Die fast echte Mona Lisa in Rheinfelden

«International Imaginary Museum» nennt sich ein kleines, spezielles Museum in Rheinfelden. Zu sehen sind die Mona Lisa, Gemälde von Wiliam Turner oder Eduard Monet. Und alle Werke sind nach gemacht. Was eine gute Kopie sein will, muss strengen Kriterien genügen.

Bilder an den Wänden vor Schaufenster

Bildlegende: Die Mona Lisa im Zentrum der Austellung im «International Imaginary Museum» bei Rheinfelden. SRF

Ziemlich unscheinbar wirkt das «International Imaginary Museum» in der Nähe der Autobahnausfahrt «Rheinfelden Ost». Aufgebaut hat die Ausstellung mit rund 60 Kopien von bekannten Kunstwerken Kunstliebhaberin Yvonne Bettinger in einem ehemaligen Blumenladen. Stolz präsentiert sie das wohl berühmteste Gemälde der Welt: Die «Mona Lisa», die im Original im Louvre in Paris ausgestellt ist.

An den Wänden ihres kleinen Museums hängen aber auch weitere täuschend echte Kopien von Werken grosser Künstler wie Vincent van Gogh, Pierre-Auguste Renoir oder Claude Monet. Eine Kopie kostet zwischen 3'000 und 6'000 Franken und damit ein Bruchteil des Originals.

Gemalt wurden die Bilder in aufwändiger Arbeit von professionellen Museumsrestauratoren. Fälschungen sind es keine. «Eine Fälschung ist erst eine Fälschung wenn man behauptet, die Kopie sei ein echtes Werk», sagt Kurator Bodo Brinkmann vom Kunstmuseum Basel.

Um jedoch rechtlich auf der sicheren Seite zu sein, stellt Yvonne Bettinger in ihrem kleinen Museum nur Kopien von Künstlern aus, die schon seit mindestens 70 Jahren tot sind.