Die Maus - geliebt und gehasst zugleich

Das Museum.BL widmet sich in seiner neusten Ausstellung der Maus. Was verbindet uns mit der Maus, und warum bringt sie unser Blut derart in Wallung? Das Museum will die Beziehung von Mensch und Maus neu angehen und ermöglicht den Besuchern, die Welt selbst einmal aus Mäuse-Perspektive zu erleben.

Maus

Bildlegende: Die Maus wird aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet zvg

Wir lieben und hassen sie gleichzeitig, Wir fürchten uns vor ihr, aber wir streicheln auch ihr Fell. Wir verfolgen sie und halten sie gleichzeitig als Haustier. Die Maus ist ein Tier mit vielen Facetten, das kaum einen Menschen kalt lässt. Das Museum.BL beleuchtet die verschiedenen Facetten des Nagetiers.

Maus als Feinschmeckerin

Zum Beispiel zeigt die Ausstellung, wie Mensch und Maus zusammen gefunden haben. Schon der Getreidebau und die vollen Kornspeicher im alten Ägypten haben Mäuse vor 10`000 Jahren auf die Fährte des Menschen gelockt. Auf Handelsschiffen fuhr sie mit ihm in die ganze Welt  und hat sich in allen Ländern zwischen Getreide und anderen Vorräten einquartiert. Seither begegnen sich Mensch und Maus immer wieder.

Maus als Mitbewohnerin

Seit die Maus den Menschen begleitet, versucht er sie mit allen Mitteln loszuwerden. Mit Galgenfallen, Bügelfallen, Quetschfallen, Schussfallen und sogar mit Gift versucht er sie zu töten. Verschiedene – auch ausgefallene – Mausefallen werden in der Ausstellung gezeigt. Auch wie Mäuse den Fällen zu entkommen versuchen ist zusehen. Was Mäuse alles können – wie weit sie springen, klettern und hangeln können - kann auf einem Mäuse-Fitparcours ausprobiert werden. Die Ausstellung zeigt aber in verschiedenen Kurz-Filmen auch, wie Menschen reagieren, wenn man ihnen überraschend eine kleine Maus unter die Nase hält: sie kreischen und wenden sich oft degoutiert ab.

Maus im Brett- und Hörspiel

Das Museum BL geht aber noch einen Schritt weiter: es hat zur Ausstellung erstmals ein Brettspiel entwickelt, kombiniert mit dem Hörspiel aus der Ausstellung. Es gehe dabei auch darum, dass vor allem Kinder angesprochen werden, sagt eine der Ausstellungsmacherin, Jennifer Degen. Deshalb gibt es an der Ausstellung zum Beispiel auch eine richtige «Mäuseschule», in der die Besucher auf einer Art Schulbank Platz nehmen.