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Basel Baselland Die schwierige Suche nach einem Standort für ein Schulprovisorium

Gleich mehrere Schulhäuser müssen in den nächsten Jahren in Basel saniert werden. Die betreffenden Schulen brauchen für die Dauer der Sanierung einen Ersatz. Angedacht ist eine Lösung in einem Provisorium aus Fertig-Elementen. Die Suche nach einem Standort gestaltet sich jedoch äusserst schwierig.

Luftbildaufnahme Sportwiese zwischen Wirtschaftsgymnasium und Autobahnausfahrt Basel-City
Legende: Die Sportwiese zwischen Wirtschaftsgymnasium und Autobahnausfahrt Basel-City: Möglicher Standort für das Provisorium Google Maps

Am dringendsten saniert werden muss das Kirschgarten Gymnasium. Aber auch die Fachmittelschule beim Wirtschaftsgymnasium und das Wirtschaftsgymnasium selber stehen auf der Liste. Deshalb fasste das Erziehungsdepartement Anfang Jahr den Sportplatz beim Wirtschaftsgymnasium ins Auge, um ein Provisorium für die Dauer der Sanierungen zu errichten.

Kein Platz für nochmals 600 Schüler

Diese Pläne stiessen jedoch im Quartier auf Widerstand. LDP-Grossrätin Patrizia von Falkenstein stellte im März die Wahl in einem parlamentarischen Vorstoss in Frage: Zusätzliche 600 Schülerinnen und Schüler würden dem Quartier Verkehrsprobleme, Lärm und Littering bescheren, und der Quartierbevölkerung würde die Nutzung des Platzes eingeschränkt.

Wir rechnen überall mit Widerstand

Seither prüft das Erziehungsdepartement weitere mögliche Standorte. Diese Suche gestaltet sich jedoch offenbar äusserst schwierig. Vielleicht sei er zu vorsichtig und höre das Gras wachsen, sagt Erziehungsdirektor Christoph Eymann. Aber «wir rechnen überall mit Widerstand». Deshalb prüfe man wirklich alle möglichen Standorte. Es gehe auch darum, dass die ohnehin schon schwierige Situation mit der Umsetzung der Schulreform durch Unruhe auf solchen Nebenschauplätzen zusätzlich verschärft werde.

Eymann versichert jedoch, dass der Zeitplan noch nicht in Gefahr sei. Dieser sieht vor, dass mit der Sanierung des Kirschgarten Gymnasiums im Sommer 2014 begonnen werden kann. «Wir haben den notwendigen Schulraum für das Provisorium bestellt», so Eymann, von dieser Seite drohe deshalb kein Engpass.

Dreistöckige Container-Siedlung

Bei der Planung habe man sich für ein Provisorium mit drei Stockwerken entschieden. Damit wolle man gewährleisten, dass der Bau möglichst wenig Platz beansprucht. Wo dieser Platz gefunden werden und das Provisorium ohne allzu grossen Widerstand der Bevölkerung errichtet werden kann, scheint aber immer noch ungewiss.

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