Die Wirkung verfehlt: «Biedermann und die Brandstifter»

Regisseur Volker Lösch macht mit seiner Version von Frischs Klassiker «Biedermann und die Brandstifter» politisches Theater. Er thematisiert die Annahme der Masseneinwanderungsinitiative. Die Art und Weise wie er dies tut funktionert nicht wirklich.

Szene aus " Biedermann und die Brandstifter" am Theater Basel

Bildlegende: Volker Lösch und seine Version von Frischs Klassiker «Biedermann und die Brandstifter». Judith Schlosser

Der Theaterregisseur Volker Lösch nimmt in seiner Version von Frischs Klassiker «Biedermann und die Brandstifter» Bezug zur Tagesaktualität. Die Angst vor dem Fremden verwebt er mit der Annahme der SVP-Initiative zur Masseneinwanderung. Wie immer ist der Chor ein wichtiger Transportriemen seiner Arbeit. Dieses Mal aber wird das Kennzeichen seiner Arbeit zum Fallstrick.

Schlange, die sich in den Schwanz beisst.

Lösch schafft durch den Chor zwei Ebenen auf der Bühne. Die eine ist die der grellen Kunstwelt. Hier gibt es starke Momente. Die andere Ebene ist die der Realität. Dort berichtet ein Laienchor über die Lebenswelt der Ausländer in der Schweiz. Erreicht wird damit aber nichts. Gezeigt wird am Ende politisches Theater, das nicht mehr schafft als Betroffenheit.