Diskussion um Euro-Löhne für Grenzgänger neu lanciert

Die Aufhebung des Euro-Mindestkurs verunsichert viele Unternehmen in der Region Basel. Sie überlegen sich nun, wie sie die drohenden Mindereinnahmen kompensieren können und fassen dabei erneut auch eine umstrittene Massnahme ins Auge: Die Grenzgänger sollen ihre Löhne in Euro erhalten.

Schweizer Banknoten und Euro-Banknoten.

Bildlegende: Euro statt Franken: Verschiedene Unternehmen überlegen sich, ob sie Grenzgänger in Euro bezahlen sollen. Keystone

«Wir haben enstprechende Anfragen beim Arbeitgeberverband», bestätigt Marc Jaquet, Präsident des Arbeitsgeberverbands und CEO der Jaquet Technology Group. Jaquet geht davon aus, dass das eine oder andere Unternehmen seinen Arbeitnehmern aus dem Ausland in Zukunft die Löhne statt in Franken in Euro auszahlt. Damit können Unternehmen Kosten sparen und die drohenden Mindereinnahmen wegen der neuen Frankenstärke teilweise kompensieren.

Die Massnahme ist jedoch umstritten. Jaquet hat sie vor vier Jahren eingeführt und wird dafür von den Gewerkschaften heftig kritsiert: Eurolöhne für Grenzgänger verstiessen gegen Abkommen mit der EU und seien diskriminierend. Dem widerspricht Jaquet: «Wir haben dies rechtlich abklären lassen und sind der Meinung, es findet keine Diskriminierung statt.» Wichtig sei jedoch, dass die Mitarbeitenden damit einverstanden sein müssen.