Diskussion um fünfte Ferienwoche in Riehen

Gemeindeangestellte in Riehen sollen eine fünfte Ferienwoche erhalten. Dagegen hat auch der Einwohnerrat grundsätzlich nichts einzuwenden. Am Mittwochabend hat der Einwohnerrat das Geschäft jedoch an die zuständige Komission überwiesen. Die Auswirkungen der Vorlage seien noch zu unklar, hiess es.

Gemeindehaus in Riehen mit Schriftzug und Wappen

Bildlegende: Gemeindehaus in Riehen: Die Angestellten müssen weiter auf eine weitere Ferienwoche warten Juri Weiss

Fünf Wochen Ferien für das gesamte Gemeindepersonal – gegen diesen Punkt hatte keine Fraktion etwas einzuwenden. Und doch beschloss der Einwohnerrat am Mittwochabend mit 22:14 Stimmen, die Vorlage zur neuen Ferienregelung für die Mitarbeitenden der Gemeinde Riehen an die Sachkommission Publikumsdienste, Behörden und Finanzen (SPBF) zu überweisen und weigerte sich damit, die rückwirkend auf den 1. Januar 2013 in Kraft zu setzende Ordnung gutzuheissen.

Die SVP wollte die Kosten näher abgeklärt haben. Die LDP verlangte eine Gesamtübersicht zu den Anstellungsbedingungen über die reinen Ferienzeitregelungen hinaus und kritisierte, dass der Gemeinderat mit diesem Vorschlag endgültig zwei Klassen von Gemeindeangestellten schaffe, nämlich die einer besser gestellten Lehrerschaft und die der übrigen Verwaltungsangestellten.

Die Fraktion CVP/GLP sowie ein Einzelsprecher der SVP kritisierten das nach wie vor ungelöste Problem der vielen nicht bezogenen Überzeiten.

Die SP hatte Anträge zu einer gestaffelten Erhöhung der Ferientage formuliert und verlangte abgesehen davon eine rasche Einführung der vorgeschlagenen Massnahmen. Die Grünen und die EVP stimmten der Vorlage ebenfalls zu.