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Basel Baselland Doppelspurausbau in Laufen wird voran getrieben

Die Doppelspur in Laufen soll 2021 in Betrieb gehen. Die Baselbieter Regierung hat Gespräche mit dem Bund aufgenommen und die Grundlage für eine Vorfinanzierung geschaffen. Die Laufentaler Bevölkerung spürt die fehlende Doppelspur auch diesen Sommer deutlich: Sie müssen auf Busse umsteigen.

Ein Gleisarbeiter beim Schweissen der Schienen. Es ist Nacht und man sieht den Funkenflug.
Legende: Auf der SBB-Laufentalstrecke wird diesen Sommer nachts gearbeitet Keystone

«Der Kanton arbeitet daran, dass der Doppelspurausbau vorfinanziert werden kann, damit schneller gebaut wird als vom Bund vorgesehen», sagt Jörg Jermann von der Abteilung Öffentlicher Verkehr der Baselbieter Verwaltung. Eine Vorfinanzierung bedeutet, dass der Kanton Baselland nicht länger auf Geld vom Bund wartet, sondern selbst ins Portemonnaie greift. Das Geld würde innerhalb von 10 bis 15 Jahren zurück bezahlt.

Nachdem das Stimmvolk im Februar Ja gesagt hat zur FABI-Vorlage, hat der Kanton umgehend Kontakt mit dem Bund aufgenommen. Der Bund erarbeite momentan verschiedene Varianten mit je unterschiedlichen Kosten. «Sobald wir wissen, welche Variante gebaut wird, können wir dem Landrat eine Vorlage unterbreiten.»

Wunder Punkt

Das Laufental kämpft seit Jahren für den Doppelspurausbau. Willi Rehmann von Pro Bahn Nordwestschweiz gegenüber dem «Regionaljournal Basel» von Radio SRF: «Seit 50 Jahren ist der Doppelspurausbau ein Thema, schon in meiner Kindheit hat man darüber diskutiert.»

Die fehlende Doppelspur spürt das Laufental besonders deutlich diesen Sommer. Die SBB muss auf der Strecke zwischen Grellingen und Aesch Unterhaltsarbeiten durchführen. Die Strecke zwischen Basel und Laufen wird gesperrt, die Pendler müssen auf Busse ausweichen. «Hätten wir die Doppelspur, dann könnte man auf dem einen Geleis fahren und auf dem anderen bauen», so der Laufener FDP-Landrat Rolf Richterich.

Die SBB ihrerseits seien bemüht, die Streckensperrung für die Fahrgäste so angenehm wie möglich zu gestalten, so Mediensprecherin Lea Meyer. Die Planung laufe auf Hochtouren. «Eine Streckensperrung ist ein extrem aufwendiges Unterfangen, wir müssen genau prüfen welche Busse wann und wo nötig sind.»

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