Veloverkehr Doppelt so viele Unfälle mit E-Bikes auf Basler Strassen

Die Gründe dafür sind unterschiedlich. Einige E-Bike-Fahrer unterschätzen die Geschwindigkeit, andere, vor allem ältere Fahrer, sind es sich nicht mehr gewohnt, mit einem Velo im Verkehr unterwegs zu sein. Wie man die Unfälle künftig vermeiden kann, wird nun untersucht.

Eine Frau fährt auf einem E-Bike.

Bildlegende: Vor allem ältere Leute sind es sich nicht mehr gewohnt, im Veloverkehr unterwegs zu sein. Keystone

Die Basler Kantonspolizei vermutet hinter dem Anstieg mehrere Gründe. Einerseits unterschätzten viele Fahrerinnen und Fahrer die Geschwindigkeit ihres E-Bikes. «Der Bremsweg zum Beispiel wird natürlich länger, wenn man schneller unterwegs ist. Das wird von vielen unterschätzt», sagt Martin Bischofberger, Leiter Verkehrssichterheit.

Ältere Fahrer müssen sich umgewöhnen

Auf der anderen Seite unterschätzten aber auch viele Autofahrer die Schnelligkeit der E-Bikes. Bischofberger hat ausserdem eine weitere Vermutung: «Gerade ältere Fahrer steigen häufig vom Auto aufs E-Bike um. Dann sind sie es sich nicht mehr gewohnt, als Velofahrer unterwegs zu sein.»

Im 2016 kam es zu ingesamt 20 Unfällen mit E-Bikes. Ein Jahr zuvor waren es noch zehn. Mit diesem Anstieg habe man gerechnet, sagt Bischofberger, denn auch die Zahl der gekauften E-Bikes sei deutlich angestiegen. Trotzdem wolle man nun überprüfen, wie man die Unfälle verhindern kann.