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Basel Baselland «Drecksäcke» sollen Basel sauberer machen

Basel-Stadt nimmt einen weiteren Anlauf, um Littering zu bekämpfen. Die neue Kampagne hat einen pointierten Namen: «Drecksack».

Jemand hält ein Smartphone und einen kleinen Plastiksack in die Kamera (Nahaufnahme, man sieht nur die Hände). Beide haben dasselbe Bilddesign, nämlich rot und grün der "Drecksack"-Kampagne.
Legende: Die Littering-Kampagne setzt auf Geschenke und Provokation. zvg

Wer künftig über Mittag ein Sandwich, einen Salat oder eine andere Verpflegung einkauft, bekommt den Abfallsack gleich dazu: Einen kleinen, grünen Sack der Anti-Littering-Kampagne «Drecksack». «Die Idee ist, dass ich die Verpackung meines Sandwichs dort hineinstecke und nicht sonst wohin und dann in einen der Abfall-Container, von denen es deutlich mehr gibt, als das früher der Fall war", sagt Regierungsrat Christoph Brutschin vom Departement für Wirtschaft, Soziales und Umwelt gegenüber dem «Regionaljournal Basel» von Radio SRF. Und wer den Sack gefüllt mit Müll zurück bringt, kann auch gleich etwas gewinnen.

Mit dieser Kampagne wolle man die Menschen ansprechen, die ihre Verpflegungsverpackungen bisher einfach im öffentlichen Raum liegen lassen. Die «Drecksack»-Kampagne belohne korrektes Verhalten «sympathisch und provokativ», sagte Jürg Hofer, Leiter des Basler Amts für Umwelt und Energie (AUE) am Donnerstag vor den Medien.

Dank Smartphone und Abfall zum Gewinn

Zum Gewinnen muss man seinen «Drecksack» zu einem der 29 an einschlägigen Orten aufgestellten speziellen Container tragen, sich mit Mobiltelefon und QR-Code einloggen und den individuellen Code jedes Sacks eintippen. Bei insgesamt 900'000 «Drecksäcken» locken 60'000 kleine Sofortpreise sowie vierstellige Wochen- und Hauptgewinne.

An der «Drecksack»-Kampagne beteiligen sich 43 Betriebe. Unter ihnen sind Läden, Beizen und Kioske. Die Aktion dauert acht Wochen und hat ein Budget von 110'000 Franken. Träger ist die Arbeitsgemeinschaft Basler Littering-Gespräche mit Vertretern von Behörden und betroffenen Branchen. «Da sind bereits einige Projekte daraus entstanden und ich glaube, dass kann man nur gemeinsam machen», so Brutschin.

Die «Drecksack»-Kampagne soll sich auch für die Geschäfte lohnen. So kehren Kundinnen und Kunden in die Geschäfte zurück, wenn sie ihre Gewinne abholen. Beim AUE kann man gratis einen Gewinncode bestellen. Laut Hofer werden die «Drecksack»-Wettbewerbs-Daten nach der Kampagne gelöscht und nicht anderweitig verwendet.

Jedes Jahr eine neue Kampagne

Die «Drecksack»-Kamgagne reiht sich in weitere Bemühungen des Kantons ein, Litterung zu bekämpfen. Dies sei nötig, sagt Brutschin: «Wir sind überzeugt, dass die verschiedenen Kampagnen wirken, wir wissen nur nicht genau, welche. Das heisst, wir probieren auch immer wieder Neues aus. Das ist jetzt nochmals ein neuer Ansatz, den wir zusammen mit dem Gewerbe und den Grossverteilern in Angriff nehmen.»

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