Druck auf Basler Sportflächen

Der Präsident des Baselstädtischen Verbands für Sport in der Schule, Claudio Jenny, macht sich Sorgen um die Qualität im Sportunterricht. Immer mehr Sport- und Bewegungsflächen würden temporär oder fix verbaut. Er äusserte seinen Unmut in einem Brief an das Sportamt Basel-Stadt.

Visualisierung

Bildlegende: Durch den Neubau des Sandgrubenschulhauses wurde die Sportfläche um ein Drittel minimiert. mlzd / maaars visualisierungen

«Der Bewegungsraum für die Bevölkerung wird stetig verkleinert und es wird nicht für adäquaten Ersatz gesorgt», das schreibt Claudio Jenny in seinem Brief ans Basler Sportamt Basel-Stadt.

Er bezieht sich dabei auf diverse Sportflächen, die zu Schulhäusern gehören, die in den letzten Jahren verbaut wurden, entweder mit fixen oder mit provisorischen Schulbauten.

Wegfall der Sportflächen

GotthelfNeue Tagesstruktur (Reduktion der Rasenfläche um 1800m2)
SandgrubenNeues Schulhaus (Reduktion der Rasenfläche um ein Drittel)
Wasgenring
Neuer Pavillon für Primarschule
Wirtschaftsgymnasium
Provisorische Schulhausbauten (Reduktion der Rasenfläche um 4000m2)
St. Jakob-Sportanlage
Neubau FCB-Campus (Reduktion der Fläche um rund 25'000m2)

Für den Schulsport sei der Wegfall der Sportflächen unmittelbar neben den Schulhäusern einschneidend, sagt Claudio Jenny. Wenn die Sportlehrerinnen und Sportlehrer mit den Klassen zum Beispiel ins «Joggeli» ausweichen müssen, dann habe das einen grossen Zeitverlust zur Folge. «Die Unterrichtszeit wird dadurch verkürzt.»

Das Sportamt hat Verständnis

Beim Basler Sportamt, das primär für den Vereinssport zuständig ist und nicht für den obligatorischen Schulsport, hat man Verständnis für die Sorgen der Sportlehrerinnen und Sportlehrer. «Der Druck auf Sportanlagen ist gross», sagt der Leiter Peter Howald. Er ist aber überzeugt, dass die provisorischen Schulhausbauten wie zum Beispiel beim Wirtschaftsgymnasium zeitgerecht wieder weg kommen.

Was die fixen Bauten betrifft, sagt Howald: «Der Konkurrenzkampf um freie Flächen in Basel-Stadt ist gross». Und wenn sich der Sport gegen andere Anspruchsgruppen durchsetzen will, dann muss er sich frühzeitig in die Planung einbringen: «Der Sport kann nicht nur fordern, er muss sich auch für seine Anliegen einsetzen.»

(Regionaljournal Basel, 17:30 Uhr)