EHC Basel-Kleinhüningen mit neuer Finanzstrategie

Das Mäzenatentum im Eishockey hat ausgedient. Davon ist der Präsident der 1. Mannschaft des EHC Basel-Kleinhüningen, Hans-Peter Gerber, überzeugt. Anstatt von einem grossen Geldgeber abhängig sein, will er die Heimspiele in der St.Jakob-Arena einzeln verkaufen.

Zweikampf an der Bande

Bildlegende: Auch im Trainingsspiel gegen Biasca geht der Basler Leandro Gfeller voll zur Sache. ZVG C.Perren

Seit dem Konkurs der EHC Basel Sharks ist die 1. Liga-Mannschaft des Vereins EHC Basel Kleinhüningen (KLH) das beste Team in der Region. Der Club konnte seinen Spielbetrieb diesen Sommer von der Kunsteisbahn Margarethen in die St. Jakob-Arena verlegen und bereitet sich dort auf den Saisonstart vor. Stürmer und Team-Captain Cyrill Voegelin schwärmt vom neuen Trainingsort: «Es ist ein super schönes Stadion, die Infrastruktur stimmt, wir freuen uns alle sehr darauf, hier spielen zu können.»

Profi-Halle für Amateure

Der Spielbetrieb in der modernen Eishalle ist jedoch teuer. Um das zu finanzieren, ist Club-Präsident Hans-Peter Gerber, auf Sponsorensuche. Er möchte die Heimspiele einzeln verkaufen: «Ich möchte an jedem Heimspiel einen Sponsor vorstellen. Der darf sich dann auf dem Eis präsentieren.» Was ein Heimspiel für einen Sponsor kostet, möchte Gerber nicht verraten. Er sei jedoch zuversichtlich, dass sich genügend Sponsoren finden würden, auch wenn bis jetzt kein Spiel verkauft worden sei.

Für einen erfolgreichen Betrieb braucht es jedoch auch Zuschauer. Die sollen so zahlreich wie möglich in die St.Jakob-Arena kommen, um auch die 1.Liga-Mannschaft zu unterstützen. Der technische Koordinator und Assistenztrainer Jörg Schaffner hofft, dass der EHC Basel KLH mit gutem Hockey die Leute begeistern kann: «Weniger Zuschauer als vorher werden wir sicher nicht haben.» Das erste Heimspiel findet am 11. Oktober 2014 statt.

(Regionaljournal Basel, 17:30)