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Basel Baselland Ein «Basler Modell» soll Sans-Papiers helfen

Basel-Stadt soll sich speziell für die Menschen ohne legale Niederlassungspapiere, die sogenannten Sans-Papiers, einsetzen. Dies verlangt die Basler Anlaufstelle der Sans-Papiers.

Ein Plakat an einer Statue beim Basler Totentanz
Legende: Dieses Plakat beim Basler Totentanz ist ein Teil der nationalen Kampagne für die Sans-Papiers. Foto zVg

Die Vorschläge für die Basler Sans-Papiers werden im Rahmen der nationalen Kampagne «Keine Hausarbeiterin ist illegal» als sogenanntes «Basler Modell» präsentiert. Kantonale Anlaufstellen, aber auch kirchliche Organisationen und Gewerkschaften verlangen im Rahmen dieser Kampagne, die rund 40 0000 Sans-Papiers, die in der Schweiz als Haushalthilfen arbeiten, besser zu stellen. Denn deren Situation sei unbefriedigend, erklärt Pierre-Alain Niklaus von der Anlaufstelle für Sans-Papiers gegenüber dem «Regionaljournal Basel» von Radio SRF: «Sie müssen dauernd Angst haben, kontrolliert zu werden und können sich deshalb auch nicht gegen Arbeitgeber wehren, die nicht zahlen.»

Schlüsselrolle für Basel-Stadt

Basel-Stadt kommt bei dieser Kampagne eine wichtige Rolle zu: Hier leben schätzungsweise gegen 2000 Sans-Papiers. Deshalb, so finden die Urheber der Kampagne «Keine Hausarbeiterin ist illegal», soll der Kanton beim Bund spezielle Kontingente verlangen für Menschen aus sogenannten Drittstaaten, also nicht EU-Ländern.

Konkret schlägt die Basler Anlaufstelle vor, 20 bis 30 Gesuche für Hausarbeiterinnen vor pro 100 Gesuche für Hochqualifizierte aus Drittstaaten zu stellen. Ausserdem verlangt das «Basler Modell» einen einfachen Zugang zu den Sozialversicherungen, ohne eine Ausweisung zu riskieren. Pierre-Alain NIklaus von der Anlaufstelle für Sans-Papiers denkt dabei an einen sogenannten «Chèque Service»: «Das ist eine Stelle, wo ich melden kann, dass ich gerade jemanden beschäftige. Und diese Stelle erledigt dann alles für mich.»

Weiter fordert die Anlaufstelle, dass Basel-Stadt jugendlichen Sans-Papiers grosszügig Bewilligungen für eine Lehre erteilt.

3 Kommentare

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  • Kommentar von S. Sugano, Therwil
    Ich bin schockiert uber die BS Regierung... Eine Fusion mit euch? Nein Danke, nie! Als Illegaler Aufenthalter wird man umsorgt, als Schweizer diskriminiert.
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  • Kommentar von A. Welti, Tessin
    Es ist einfach absurd, was bei uns in der Schweiz abgeht. Da kommen tausende illegal in unser Land, leben und arbeiten hier illegal. Nun soll dieses Verhalten noch mit einer Arbeits/Aufenthaltsbewilligung belohnt werden. Anderseits (hier spreche ich aus Erfahrung) werden heute Visums/Einreiseanträge aus aussereuropäischen Länder praktisch immer abgelehnt. Auch hier gilt zunehmend: Der Anständige und Korrekte ist der Dumme. Macht nur immer weiter so !
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    1. Antwort von Patrick Vögelin, Basel
      Herr Welti Ihr habt ja das Asylgesetz angenommen und so das Problem nicht gelöst das ist Fakt und da sollten Sie ganz still sein denn Ihr wolltet das Botshaftasyl nicht jetzt müsst Ihr die Suppe auslöffeln die ihr euch eingebrockt habt
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