Ein Hangar für Langenbruck

Zwar gibt es in der Oberbaselbieter Gemeinde Langenbruck keinen Flugplatz - aber bald könnte dort ein Flugzeughangar stehen. Drei Langenbrucker wollen einen historischen Hangar von Bern nach Langenbruck bringen, um darin ein Museum für den Baselbieter Flugpionier Oskar Bider zu eröffnen.

Hangar

Bildlegende: Fast 90 Jahre alt: Der Oskar-Bider-Hangar auf dem Flughafen Bern-Belp. ZVG

Seit bald 90 Jahren steht der Oskar-Bider-Hangar auf dem Flughafen Bern-Belp. Laut Rolf Ellwanger, der sich seit Jahren für die Erhaltung des Hangars einsetzt, handelt es sich um ein einmaliges Baudenkmal: «Der Oskar-Bider-Hangar ist ein Unikat, weil er vollständig aus Holz und ohne Stützen gebaut wurde. Als sogenannte Bogenbinder-Konstruktion steht er seit dem Jahr 2000 unter Denkmalschutz.»

Trotzdem ist der Oskar-Bider-Hangar in einem schlechten Zustand und steht den Ausbauplänen des Berner Flughafens im Weg. Deshalb könnte er schon bald ins Baselbieter Dorf Langenbruck gebracht werden. Dort, im Geburtsort des Flugpioniers Oskar Bider (1891-1919), nach dem der Hangar benannt ist, soll er in Zukunft ein Oskar-Bider-Museum beherbergen.

Hinter dem Plan stehen der Langenbrucker Gemeindepräsident Hector Herzig, Gemeindeverwalter Christian Burkhardt und Flugzeug-Fan Kuno Schaub. «Wir wollen den Hangar zerlegen, ihn von Bern nach Langenbruck bringen, wieder aufbauen, und darin ein Bider-Museum betreiben», erklärt Christian Burkhardt.

Rund 2 Millionen benötigt

Als berühmtester Sohn des Dorfes habe Oskar Bider ein solches Museum schon längst verdient: «Er hat als erster Mensch die Pyrenäen und die Alpen in einem Motorflugzeug überquert, war erster Chefpilot der Schweizer Luftwaffe und Mitbegründer der Schweizer Zivilluftfahrt. Daher hat er für das Dorf einen grossen Stellenwert.»

Oskar-Bider-Hangar (historisches Bild)

Bildlegende: Früher wurde der Oskar-Bider-Hangar vor allem für Segelflugzeuge genutzt. ZVG

Der Transport und Wiederaufbau des Hangars wird jedoch nicht billig - die Rede ist von ungefähr 2 Millionen Franken. Etwa ein Viertel der Summe würden der Berner Flughafen und die Denkmalpflegen von Bern und Baselland übernehmen. Für die restlichen anderthalb Millionen hofft Christian Burkhardt auf Stiftungen und Private: «Wir wissen, dass der Plan etwas verrückt ist, aber wir sind zuversichtlich, dass wir das Geld zusammenbekommen.»