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Jugendkulturfestival Basel Ein Sprungbrett für die Jugendkultur und die Festivalmacher

Vor zwanzig Jahren ging die erste Ausgabe in der Basler Innenstadt über die Bühne. Die Geschichte des Jugendkulturfestivals zeigt, wie sich die Jugendkultur in der Stadt etabliert hat.

Der aktuelle Festivalpräsident Alain Schnetz und seine Vorgänger Sebastian Kölliker und Tobit Schäfer.
Legende: Der aktuelle Festivalpräsident Alain Schnetz und seine Vorgänger Sebastian Kölliker und Tobit Schäfer. SRF

Beim ersten Jugendkulturfestival (JKF) im Jahr 1997 standen die Jugendlichen zwar als Musiker oder Schauspieler auf der Bühne. Organisiert wurde der Anlass aber noch von Erwachsenen, vom Drogen-Präventionsverein «Wake Up».

Sechs Jahre später änderte sich dies. Die Kantone Basel-Stadt und Baselland beauftragten eine Gruppe von jungen Leuten mit der Organisation. Der damals 23-jährige Festivalpräsident Tobit Schäfer erinnert sich: «Ich bin heute noch erstaunt über das Vertrauen, das uns entgegengebracht wurde. Immerhin hatte der Anlass bereits ein Budget von 600'000 Franken.»

Gegen Widerstände

Trotz dieses Vertrauens habe man zu Beginn jedoch auch gegen Widerstände kämpfen müssen. «Wir hatten das Gefühl, wir müssten es doppelt so gut machen wie Erwachsene. Ein Teil der Verwaltung traute uns kaum zu, einen Anlass in dieser Grössenordnung zu organisieren.» Dies habe sich aber von Ausgabe zu Ausgabe verbessert.

Sein Nachfolger als Festivalpräsident, Sebastian Kölliker, bestätigt diesen Eindruck. Die Akzeptanz des JKF sei nicht nur in der Verwaltung grösser geworden, sondern allgemein in der Stadt. Immer stärker seien auch arrivierte Kultur-Institutionen bereit gewesen, ihre Türen für das Jugendkulturfestival zu öffnen: etwa das Theater Basel oder das Literaturhaus.

Viel Konkurrenz

Die Jugendkultur, die noch in den Anfangszeiten des Festivals eher eine Randerscheinung in der Stadt war, hat mittlerweile ihren festen Platz im kulturellen Leben der Stadt gefunden. Das hat jedoch auch Nachteile: Alain Schnetz, der dieses Jahr erstmals das JKF leitet, erklärt: Es sei schwieriger geworden, Geldgeber fürs Festival zu finden. Der Grund: Es gibt immer mehr ähnliche Anlässe.

Dass die Jugendkultur mittlerweile mitten in der Gesellschaft Basels angekommen ist, zeigt sich auch daran, dass das Festival zum Sprungbrett für eine Karriere in der Politik geworden ist: Mit Tobit Schäfer und Sebastian Kölliker politisieren gleich zwei ehemalige Festivalchefs im Kantonsparlament. Beide sitzen für die Basler SP im Grossen Rat.

(Regionaljournal Basel, 17:30 Uhr)

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