«Eine Schnapsidee, aber auch keine Staatsaffäre»

Die Idee der Basler SP, an ihre diesjährige 1.Mai-Feier auf dem Barfüsserplatz, Manager und CEO`s einzuladen, damit diese dort ihre Gehälter verteidigen, stösst beim langjährigen SPS-Präsidenten Helmut Hubacher auf wenig Begeisterung.

Der ehemalige SP-Präsident Helmut Hubacher, mit aufgestütztem Arm.

Bildlegende: Verfolgt die Politik noch immer aufmerksam: der ehemalige SPS-Präsident und Basler Nationalrat Helmut Hubacher Keystone

Die Basler SP habe mit ihrer umstrittenen Einladung an Manager und Chefs auf einen grossen Werbeeffekt spekuliert, sagt Helmut Hubacher im Regionaljournal, aber es sei «eine Schnapsidee gewesen, die voll in die Hosen gegangen sei». Andererseits müsse man daraus auch keine «Staatsaffäre» machen, findet der heute 87jährige Basler.

«Parteipräsident, dazu muss man Lust haben»

Helmut Hubacher verfolgt das Schicksal «seiner» Basler SP auch sonst als kritischer aber solidarischer Beobachter. Ueber die kürzlich neu gewählte Parteipräsidentin Brigitte Hollinger meint er: «Parteipräsidentin zu sein, dazu muss man ausdrücklich Lust empfinden.» Und er sei sicher, die neue Präsidentin habe diese Lust. Ihre Rolle sei allerdings keine ganz einfache: die Basler SP müsse gegenüber ihren Regierungsräten ausdrücklich auf ihre Unabhängigkeit pochen: «Die Partei darf nicht der Seitenwagen der Regierung sein.»

Die Favoritenrolle zugeschoben

Zur Niederlage von Eric Nussbaumer als Baselbieter SP-Regierungsrats-Kandidat gegen den SVP-Vertreter Thomas Weber meint Helmut Hubacher, die Bürgerlichen hätten erfolgreich Nussbaumer die Favoritenrolle zugeschoben, obwohl der Landkanton ja klar bürgerlich sei. Damit habe der SP-Mann eine (zu) schwierige Aufgabe gehabt.

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