Eine Siegerin und ein Verlierer am Basler Wahltag

Elisabeth Ackermann von den Grünen ist die grosse Gewinnerin der Basler Wahlen. Ihr Gegenspieler, Lorenz Nägelin von der SVP, dagegen musste ein schlechtes Resultat einstecken. Auch wenn der Wahltag für beide ähnlich begann, verlief er dann für die beiden Kandidierenden völlig unterschiedlich.

Am Morgen des Wahltags gönnen sich beide Kandidierenden einen Moment Ruhe. Elisabeth Ackermann findet diese bei einem Spaziergang am Rhein. «Hier komme ich zur Ruhe. Ich bin schon nervös», sagte die designierte Regierungsrätin rund zwei Stunden, bevor sie von ihrem Erfolg erfährt.

Lorenz Nägelin besucht am Morgen das Grab seiner Eltern. «Sie haben an solchen Tagen immer mit mir mitgefiebert», sagt der Kandidat der SVP. Noch rund eine Stunde bevor das Ergebnis der brieflichen Stimmen bekannt wird, gibt er sich optimistisch: «Das Viererticket hat gut gespielt. Ich bin angespannt, aber nicht nervös. Natürlich hoffe ich, dass wir nicht enttäuscht werden.» Rund zwei Stunden später muss er akzeptieren, dass sich seine Hoffnung nicht erfüllt.

Aufpäppeln und Feiern

Schon am Ende des Wahltages, an einer Wahlfeier der Bürgerlichen, scheint Nägelin den ersten Schock verdaut zu haben: «Ich sehe immer das Positive. Ich muss keine Wunden lecken. Die bürgerliche Zusammenarbeit bleibt wichtig», sagt Nägelin hoch über Basel, in der Bar Rouge bei einem Glas Weisswein.

Elisabeth Ackermann dagegen feiert ihren Überraschungserfolg in der alternativen Fussball-Beiz «Didi Offensiv» am Erasmusplatz. Sie kann das Wahlresultat noch nicht ganz fassen: «Sportler sage immer, sie hätten ihren Sieg noch nicht ganz realisiert. Jetzt geht es mir genau so.»

(Regionaljournal Basel, 17:30 Uhr)