«Eine souveräne Mehrheit schafft es die Minderheit einzubeziehen»

Der Chef der Baselbieter Kantonalbank übt Kritik an der kantonalen Finanzpolitik. Es sei falsch bei Kultur und Bildung zu sparen. «Innovation braucht Bildung und dafür muss Geld bereitgestellt werden». Er geht zudem auf Distanz zu den Höhenfeuern vom letzten Jahr und bedauert fehlende Konkordanz.

Beat Oberlin bewertet die Höhenfeuer im Vorfeld der Fusionsabstimmung negativ: «Das waren keine guten Zeichen. Die Höhenfeuer waren nicht nachhaltig». Vielmehr wünscht er sich für den Kanton konkrete Projekte, welche die Region weiterbringen. Als Beispiel erwähnt Oberlin die Idee, ein weiteres ETH-Institut in der Region aufzubauen.

Beat Oberlin wünscht sich mehr Offenheit im Kanton: «Mit Abschottung ist Innovation nicht möglich». Man müsse sich globalen Herausforderungen der digitalen Zukunft stellen und man dürfe sich nicht in ein «engstirniges Reduit-Denken» zurückziehen. Er fordert die politische Mehrheit auf, Lösungen zu erarbeiten, die breit abgestützt sind und auch Minderheiten miteinbeziehen.

Gerne vergleich Beat Oberlin die Region mit dem Silicon Valley. «Mit den beiden Pharmariesen ist die Region bestens aufgestellt. Ein Standort mit Topleuten und einer Universität, deren Qualität wir halten müssen».