Einspuriges Laufental doppelt benachteiligt

Wenn das Laufental durchgehend doppelspurig wäre, wäre eine Komplettsperrung der Bahnlinie von Aesch bis Laufen wohl nicht nötig gewesen.

Bahnhof Laufen mit Passagieren auf dem Perron.

Bildlegende: Zur Zeit fahren keine Züge von Laufen nach Basel. SRF

Wer mit dem Zug von Basel nach Laufen will, muss zur Zeit doppelt so viel Zeit einplanen. Die Strecke zwischen Aesch und Laufen ist wegen Sanierungsarbeiten noch bis voraussichtlich am 3. August komplett gesperrt. Es fahren Bahnersatzbusse.

Für die Bevölkerung im Laufental ist dies ein Ärgernis. Der Laufner Stadtpräsident Alexander Imhof sagt: «Wir hätten uns gewünscht, dass man statt 18 Millionen Franken in die Renovation der bestehenden Strecke steckt, den Ausbau auf Doppelspur endlich angeht.» Schliesslich kämpfe das Laufental seit Jahrzehnten für einen Ausbau auf Doppelspur.

Mit einer Doppelspur wäre eine Komplettsperrung wohl nicht nötig gewesen. Dies zeigt das Beispiel von Unterhaltsarbeiten zwischen Olten und Luzern. Auch dort erneuert die SBB Gleise wie im Laufental. Auf dieser Strecke können die Züge aber weiterhin auf einem der beiden Gleise fahren. Eine Totalsperrung ist dort nicht nötig.