Ende der Vorortskonferenz bringt der Kultur Nachteile

Nun hat auch der Kulturpool im Unterbaselbiet ein Ende. Grund ist die Auflösung der Vorortskonferenz, die vor wenigen Tagen bekannt wurde. Mit dem Ende des Kulturpools schaut wieder jede Gemeinde eher für sich, welche Kulturinstitution sie unterstützen will.

Leuchtschrift auf der Bar im Theaterfoyer der Grossen Bühne

Bildlegende: Das Theater Basel war mit 60'000 Franken an Beiträgen grösster Nutzniesser des Kulturpools Juri Weiss

Weil die stadtnahen Gemeinden im Baselbiet ihren Verbund, die Vorortskonferenz, auflösen, darum geht nächstes Jahr auch der «Kulturpool» zu Ende. Mit diesem Pool unterstützte die Vorortskonferenz städtische Kultur-Organisationen. Die Gemeinden arbeiten nun auf andere Weise zusammen, der Kulturpool aber ist Vergangenheit.

Mit dem Kulturpool wurden die Kulturbeiträge der verbundenen Gemeinden gesammelt und - durchaus öffentlichkeitswirksam - verteilt. Anton Fritschi, Präsident der Konferenz, erklärt, es seien jeweils etwa 300'000 Franken zusammen gekommen. Im laufenden Jahr wird das Geld das letzte Mal gemeinsam verteilt.

Konzertbühne des Jugendkulturfestivals auf dem Theaterplatz

Bildlegende: Auch das Jugendkulturfestival erhielt Beiträge aus dem Pool Juri Weiss

Zwar dürften die Geldbeträge danach etwa gleich hoch bleiben, weil weiterhin die Gemeinden über ihr Budget und damit über die Höhe der Kulturbeiträge entscheiden. Doch mit dem Ende des Kulturpools dürfte die Geldbeschaffung für Kulturorganisationen komplizierter werden, denn nun dürften die Gemeinden für sich entscheiden, welche Institutionen sie unterstützen.