Ermittlungen gegen Carlo Conti gehen weiter

Verdacht auf Betrug und Urkundenfälschung - so die Vorwürfe gegen den ehemaligen Basler Regierungsrat Carlo Conti (CVP). Ansonsten haben Abklärungen der Staatsanwaltschaft zu Nebeneinkünften der Basler Regierungsräte keine weiteren strafrechtlichen Verdachtsmomente zutage gefördert.

Portrait von Carlo Conti. Er sagt grade etwas und blickt an der Kamera vorbei in die Weite.

Bildlegende: Ermittlungen gegen den ehemaligen Basler Regierungsrat Carlo Conti wegen undeklarierter Nebeneinkünfte gehen weiter. Keystone

Die Abteilung Wirtschaftsdelikt der Staatsanwaltshaft hatte nach der Veröffentlichung eines Berichts der Finanzkontrolle zu Nebeneinkünften der amtierenden Regierungsräte eingehende Abklärungen eingeleitet. Es ergab sich aber kein strafbares Verhalten, wie aus einer Mitteilung hervorgeht.

Im Fall von Conti hingegen wird das Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts auf Betrug und Urkundenfälschung weitergeführt. Conti hatte Anfang Jahr nach 14 Jahren Tätigkeit als Regierungsrat überraschend seinen Rücktritt angekündigt.
Er räumte damals Unkorrektheiten ein, die sich über die Jahre auf 111'000 Franken summiert hätten und die er inzwischen nachbezahlt habe. Es ging dabei um Entschädigungen für Referate sowie für Mandate, die nicht korrekt verbucht oder abgerechnet worden waren.