Bürgerliche Parteien im Baselbiet spannen im Wahlkampf zusammen

Im Wahlkampf um den Sitz des abtretenden Finanzdirektor Adrian Ballmer wollen die bürgerlichen Parteien im Baselbiet zusammenspannen. FDP und CVP unterstützen einen SVP-Kandidaten - und 2015 soll Sabine Pegoraro als gemeinsame Kandidatin in den Ständerats-Wahlkampf ziehen

Regierungsgebäude in Liestal, von der Seite fotografiert.

Bildlegende: Wen schicken die Baselbieter Bürgerlichen ins Regierungsgebäude nach Liestal? Paul Menz

Die FDP Baselland verzichtet auf eine eigene Kandidatur für den Sitz ihres abtretenden Finanzdirektors Adrian Ballmer. Die FDP gibt kampflos ihren zweiten Sitz in der Baselbieter Regierung auf. Zusammen mit der CVP unterstützen die Freisinnigen den Kandidaten der SVP, unabhängig davon, wer die SVP ins Rennen schickt.

Die SVP erhält somit einen Blanko-Scheck. Möglich ist dies, weil die Parteispitzen von FDP, CVP und SVP einen Deal vereinbart haben. Dieser sieht eben vor, dass FDP und CVP für die Regierungsrats-Ersatzwahlen im März einen SVP-Kandidaten unterstützen - und dafür soll sich die SVP revanchieren, indem sie bei den Gesamterneuerungswahlen 2015 die Kandidaten von CVP und FDP unterstützt.

SVP will Ständeratskandidatur von Pegoraro unterstützen

Der bürgerliche Schulterschluss umfasst jedoch noch eine weitere Vereinbarung: 2015 darf die FDP die gemeinsame bürgerliche Kandidatur für den Ständerat stellen. Und hier nennen bürgerliche Politiker bereits einen konkreten Namen: Die heutige Regierungsrätin Sabine Pegoraro soll für die Baselbieter Bürgerlichen in den Ständerat. SVP-Präsident Oskar Kämpfer verspricht schon heute: «Wir unterstützen eine Kandidatur von Sabine Pegoraro.» Gemäss Kämpfer ist Pegoraro die Wunsch-Ständeratskandidatin der FDP.